Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mieter darf beim Auszug keinen Müll zurücklassen

Wer aus seiner Wohnung auszieht, sollte Müll und nicht mehr gebrauchte Möbel entsorgen lassen. Denn muss sich der Vermieter darum kümmern, kann er Schadensersatz verlangen.
+
Wer aus seiner Wohnung auszieht, sollte Müll und nicht mehr gebrauchte Möbel entsorgen lassen. Denn muss sich der Vermieter darum kümmern, kann er Schadensersatz verlangen.

Ein Umzug ist meist schon aufwendig genug. So mancher möchte sich dann nicht auch noch um die Entsorgung von ausrangiertem Hausrat kümmern. Doch lassen Mieter beim Auszug sperrige Gegenstände, Müll oder alte Möbel zurück, können Vermieter Schadensersatz fordern.

Wenn Mieter beim Auszug nicht alle Hinterlassenschaften mitnehmen, bleibt die Entsorgung oft am Vermieter hängen. Da der Mieter grundsätzlich eine Räumungspflicht hat, kann der Vermieter gegebenenfalls Schadenersatz verlangen, wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) mitteilt.

In dem Fall, der vor dem Kammergericht Berlin (Az.: 8 U 212/14) verhandelt wurde, war das Mietverhältnis durch eine fristlose Kündigung beendet worden. Bei der Übergabe der Mieträume und der Schlüssel fand der Vermieter im Keller noch Sperrmüll des Mieters. Die Parteien stritten darüber, ob die angemietete Wohnung dennoch ordnungsgemäß geräumt ist.

Grundsätzlich gilt: Die Räumungspflicht umfasst zwei Aspekte. Der Mieter muss sowohl sämtliche Schlüssel zurückgeben, als auch seine Sachen räumen. Dabei kommt es auch auf den Zustand zum Zeitpunkt der Räumung an. Wenn der Mieter noch offenkundig Interesse an den zurückgelassenen Gegenständen hat oder es eine erhebliche Menge an Hinterlassenschaften ist, liegt nur eine teilweise Räumung vor. Lässt er hingegen nur wenig Gerümpel zurück, ist davon auszugehen, dass er dieses nicht zurückhaben will.

Aus Sicht der Richter hatte der Mieter die Wohnung zwar geräumt. Da er seine Pflicht aber schlecht erfüllt hatte, darf der Vermieter vom Mieter Ersatz für den entstandenen Schaden verlangen. Er kann also beispielsweise auf Kosten des Mieters ein Entrümpelungsunternehmen beauftragen.

dpa

Kommentare