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Tropenfeeling aus Skandinavien: Der Rote Engelwurz

Mit seinen purpurfarbenen Blüten zeigt sich der Rote Engelwurz von seiner besten Seite.

Diese Staude ist imposant. Der Rote Engelwurz entfaltet gerade seine volle Pracht. Im Hochsommer blüht er purpurfarben. Bei dem Anblick könnte man meinen, die Pflanze stammt aus den Tropen. Doch weit gefehlt.

Er trägt seinen lateinischen Beinamen giga zu Recht: Der Rote Engelwurz (Angelica giga) wird stolze eineinhalb Meter hoch. Im August thronen gewaltige, tief purpurfarbene Blütenstände auf den hohen Stielen und sorgen für fast tropisches Flair im Garten.

Von wegen Tropenfeeling. Der Rote Engelwurz stammt gar nicht aus dem warmen Süden, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Die Wikinger brachten die Prachtstaude aus dem Norden nach Mitteleuropa.

Mit einigen tropischen Pflanzen hat der Rote Engelwurz jedoch die Liebe zum kühlen Nass gemein. Während Sonne oder Schatten der Staude fast egal sind, ist ein genügend feuchter, nährstoffreicher Boden unbedingt notwendig, erklärt der BDG. Fühlt er sich wohl, bleibt der Rote Engelwurz auch gern länger. Zwar sterben die einzelnen Pflanzen bereits nach zwei Jahren, sie samen sich aber in der Regel von selbst aus. Die prächtigen Blüten gibt es jedoch nur im zweiten Jahr zu sehen.

Übrigens ist der Rote Engelwurz nicht nur schön anzusehen: Wie alle Arten des Engelwurz ist er eine alte Arzneipflanze. Allen Pflanzenteilen wird eine nervenstärkende Wirkung nachgesagt.

dpa

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