Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Unter Strom

Dauerhaft überlastete Leitungen sind gefährlich

Gefahr aus der Steckdose: Besonders in Altbauten sind Stromleitungen mit der Menge der in modernen Haushalten vorhandenen Elektrogeräten überfordert. Foto: Marcus Brandt/dpa/dpa-tmn
+
Gefahr aus der Steckdose: Besonders in Altbauten sind Stromleitungen mit der Menge der in modernen Haushalten vorhandenen Elektrogeräten überfordert. Foto: Marcus Brandt/dpa/dpa-tmn

Zack, es ist duster! Die Sicherung ist mal wieder rausgeflogen und man steht im Dunkel. Aber was kann der Grund sein, wenn so etwas regelmäßig im Haushalt geschieht?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Es ist ein Ärgernis, das viele Haus- und Wohnungsbewohner kennen: Die Sicherung fliegt raus, wenn zwei Elektrogeräte gleichzeitig laufen. Besonders häufig passiert das in Altbauten, wenn sich zwei Geräte einen Stromanschluss teilen.

Hier sind die Elektroanlagen nämlich häufig veraltet. Und das kann unter Umständen sogar gefährlich werden: Es droht ein Kabelbrand.

Alternde Leitungen können brennen

In der Regel springt die Sicherung raus, wenn die Leitungen überlastet sind. Sind Leitungen dauerhaft leicht überlastet, also beispielsweise wenn immer wieder Herd und Spülmaschine in der Küche gleichzeitig angeschaltet sind, dann altern sie auch schneller, erklärt Klaus Jung, Geschäftsführer des Fachverbands Elektroinstallationssysteme im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Altert die Leitung schneller, wird ihre Isolierung porös - die Kabelbrandgefahr steigt.

Jungs Tipp: «Bei allen Geräten größer oder gleich zwei Kilowatt Anschlussleistung muss die Elektroleitung fest mit dem Gerät verbunden sein, also nicht über eine Steckverbindung.» Diese Geräte müssen außerdem über einen separaten Stromkreis betrieben werden.

Moderne Geräte überfordern alte Anlagen

Elektroanlagen in Wohngebäuden sind im Schnitt 35 bis 50 Jahre alt. «Damals gab es manche dieser Geräte noch gar nicht, beziehungsweise nicht in der heutigen Vielzahl», erklärt Jung. «Das heißt, die Elektroanlagen sind für die Zeit der Erstehung konzipiert und heute überfordert, beziehungsweise werden über der Belastungsgrenze betrieben.»

Dadurch würde in vielen Gebäuden die Brandgefahr ansteigen, meint Jung. Und sagt: «Im übertragenen Sinne ist das Phänomen mit dem erhöhten Blutdruck und die Wirkung auf unsere Adern zu vergleichen, ein schleichender Prozess mit sehr oft dramatischem Ausgang.»

© dpa-infocom, dpa:201016-99-970344/4

Kommentare