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Warum lassen sich Blutflecken so schwer von Kleidung entfernen?

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Blutflecken an der Kleidung lassen sich nur schwer entfernen - vor allem, wenn sie schon eingetrocknet sind. (Symbolbild)

Blutflecken gehören zu den hartnäckigsten Flecken überhaupt, so viel ist bekannt. Aber wissen Sie auch, warum sie sich so schwer von Kleidung entfernen lassen?

  • Ist ein Blutfleck erst einmal auf der Kleidung gelandet, lässt sich dieser oft nur noch schwer entfernen - da hilft alles Rubbeln nichts.
  • Aber woran liegt das eigentlich, dass Blut so hartnäckig auf Textilien haften bleibt?

Warum sind Blutflecken an der Kleidung so hartnäckig?

Im Gegensatz zu allerlei Lebensmitteln trocknet Blut nicht, sondern gerinnt. Der Prozess wird in der Fachsprache "Hämotase" genannt, eine Kombination aus den altgriechischen Wörtern "haima", dt. "Blut" und "stasis", dt. "Stillstand". Dabei ziehen sich Gefäße bei einer äußeren Verletzung zusammen, sodass das Blut an der Wunde langsamer fließt. Dabei lagern sich die Blutplättchen (Thrombozyten), die im Blut schwimmen, schichtweise an den Rand der Wunde an, um diese abzudecken. Diese Blutplättchen haben fadenartige Ausstülpungen, die sich ineinander verhaken, um ein dichtes "Netz" zu bilden.

Zudem produzieren unsere Zellen im Falle einer Verletzung das Enzym Thrombin. Dieses Enzym sorgt in Kombination mit der Luft, die an die offene Wunde kommt, dafür, dass das Protein Fibrin, welches im Blutplasma schwimmt, Fibrinfasern bildet. Die Fasern wirken wie ein Klebstoff zwischen den Blutplättchen und den roten Blutkörperchen - unter dieser Decke kann die Wunde anfangen zu heilen.


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Darum müssen Sie bei Blutflecken auf der Kleidung schnell reagieren

Hinsichtlich von verschmutzten Textilien gilt es also, die ineinander verhakten Proteine wieder zu lösen. Dies geschieht am besten mit einem Fleckenentferner, der spezielle Enzyme dafür beinhaltet - gerade bei Flecken, die schon eingetrocknet sind, braucht es mehr Aufwand, sie zu entfernen. Manchmal helfen Ihnen auch bestimmte Hausmittel dabei.

Sind die Flecken allerdings noch frisch, sollten Sie das Kleidungsstück so schnell wie möglich mit kaltem Wasser abwaschen, bevor das Eiweiß im Blut zu stark gerinnt. Achten Sie darauf, dass es tatsächlich kaltes Wasser ist - mit warmem Wasser beschleunigen Sie nämlich nur den Prozess der Gerinnung.

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Diese Dinge haben im Trockner nichts verloren

Reißverschlüsse an sich überstehen den Trockner recht gut. Doch im aufgeheizten Zustand können Sie dem Rest der Kleidung gefährlich werden und für Löcher sorgen.
Reißverschlüsse an sich überstehen den Trockner recht gut. Doch im aufgeheizten Zustand können Sie dem Rest der Kleidung gefährlich werden und für Löcher sorgen. © dpa/Britta Pedersen
Das Waschen und Trocknen von Laufschuhen beeinträchtigt die Materialeigenschaften. Kunststoff- und Gummiteile können sich bei der Hitze verziehen. Deshalb lieber auf den Trockner verzichten.
Das Waschen und Trocknen von Laufschuhen beeinträchtigt die Materialeigenschaften. Kunststoff- und Gummiteile können sich bei der Hitze verziehen. Deshalb lieber auf den Trockner verzichten. © dpa/Daniel Karmann
Reine Baumwolljeans können zwar bei niedrigen Temperaturen und Umdrehungszahl in den Trockner gegeben werden, doch die schonendere Methode ist es, sie einfach auf den Kleiderständer zu hängen.
Reine Baumwolljeans können zwar bei niedrigen Temperaturen und Umdrehungszahl in den Trockner gegeben werden, doch die schonendere Methode ist es, sie einfach auf den Kleiderständer zu hängen. © dpa/Fredrik von Erichsen
BHs sind empfindliche Wäschestücke. Deshalb sollten Sie ihnen den Trockner ersparen - dort verlieren sie nur an Elastizität und die Farben ergrauen.
BHs sind empfindliche Wäschestücke. Deshalb sollten Sie ihnen den Trockner ersparen - dort verlieren sie nur an Elastizität und die Farben ergrauen. © dpa/Jens Kalaene
Zu viel Hitze tut den Socken nicht gut - vor allem, wenn sie Anti-Rutsch-Noppen haben. Dann lassen Sie die Füßlinge lieber am Kleidungsständer trocknen.
Zu viel Hitze tut den Socken nicht gut - vor allem, wenn sie Anti-Rutsch-Noppen haben. Dann lassen Sie die Füßlinge lieber am Kleidungsständer trocknen. © dpa/Rolf Vennenbernd
In der Regel können Handtücher schon in den Trockner gegeben werden. Doch landen sie zu oft darin, können Sie einlaufen, sich verziehen oder kratzig werden. Deshalb sollten Sie sie auch einmal auf der Wäscheleine trocknen.
In der Regel können Handtücher schon in den Trockner gegeben werden. Doch landen sie zu oft darin, können Sie einlaufen, sich verziehen oder kratzig werden. Deshalb sollten Sie sie auch einmal auf der Wäscheleine trocknen. © dpa/Uli Deck
Der Bikini hat im Trockner nichts verloren: Dort werden nämlich die Fasern spröde und verlieren an Elastizität. Genauso wenig sollten Sie Badekleidung auf der Heizung oder in der prallen Sonne trocknen.
Der Bikini hat im Trockner nichts verloren: Dort werden nämlich die Fasern spröde und verlieren an Elastizität. Genauso wenig sollten Sie Badekleidung auf der Heizung oder in der prallen Sonne trocknen. © dpa/Axel Heimken

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