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Bestellerprinzip schadet Umsatz nicht

Trotz großem Wehklagen: Makler melden neue Rekorde - das könnte Folgen haben

Trotz großem Wehklagen: Makler melden neuen Rekord - das ist der Grund
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Die Suche nach einer neuen Bleibe wird in Deutschland tendenziell teurer - die Makler melden einen neuen Umsatzrekord.

Große Sorgen hatten die Makler, als die Bundesregierung nicht mehr Mieter für die Vermittlung zahlen lassen wollte. Jetzt zeigt sich: Der Branche geht es hervorragend.

Wiesbaden - Heftig fielen die Warnungen der Immobilienmakler aus, als die Bundesregierung das „Bestellerprinzip“ für Mietwohnungen einführte. Jetzt zeigt sich: Die Branche verdient immer besser. Auch, wenn nun Vermieter selbst für von ihnen eingeschaltete Makler bezahlen müssen.

Denn die deutschen Immobilienmakler haben aufgrund der steigenden Preise ihren Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Er erreichte im Jahr 2017 den Rekordwert von knapp 8,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch nach 2015, als die Bundesregierung das sogenannte Bestellerprinzip einführte und Eigentümer die Maklergebühren nicht mehr auf die Mieter umlegen dürfen, stiegen demnach die Umsätze der Makler weiter.

Die Neuigkeiten könnten auch Einfluss auf weitere politische Entscheidungen bringen. Denn die mittlerweile nach Brüssel gewechselte Ex-Justizministerin Katarina Barley (SPD) hatte im Frühjahr das Bestellerprinzip auch für Immobilienverkäufe ins Gespräch gebracht. Auch damals warnte der Immobilienverband IVD vor negativen Konsequenzen.

Wohnungsnot in Deutschland: Makler melden neue Rekordumsätze - auch Hausverwalter legen zu

Die Vermittlung von Wohnimmobilien für Dritte wird in der Regel anteilig am Miet- oder Kaufpreis berechnet. Im Jahr 2010 erreichten die Umsätze der Immobilienmakler laut Statistik rund 4,4 Milliarden Euro. Sie kletterten fast jedes Jahr - bis auf 2013, als es einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2012 gab - um mehrere hundert Millionen Euro.

Auch Hausverwaltungen und der Handel mit Immobilien profitierten von den gestiegenen Immobilienpreisen. Hausverwaltungen machten im Jahr 2010 fast 6,5 Milliarden Euro Umsatz, im Jahr 2017 mehr als elf Milliarden Euro. Der Umsatz mit dem Kauf und Verkauf eigener Immobilien stieg von rund vier Milliarden Euro 2010 auf rund 8,8 Milliarden Euro 2017.

Wohnungen und Häuser in Deutschland: Mehr Arbeitsplätze in der Immobilienbranche

Die Zahl der Beschäftigten in den Dienstleistungsberufen in der Immobilienbranche stieg parallel stark an. Die Zahl der Makler erhöhte sich von rund 44.600 im Jahr 2010 auf über 70.000 im Jahr 2017. In der Verwaltung stieg die Zahl der Beschäftigten von rund 67.400 auf 112.400, im Handel mit Wohnungen von knapp 9500 auf über 17.000.

Der Wohnungsbestand in Deutschland stieg laut Statistik von 2015 bis 2018 von 41,4 Millionen auf rund 42,2 Millionen. Die Zunahme von Hausverwaltungsgesellschaften von 2015 bis 2017 auf 24.600 war demnach überproportional hoch - sie betrug ein Drittel.

Tipps für den Umgang mit Maklern finden Immobiliensuchende auch in diesem Artikel.

AFP/fn

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