Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Überraschender Tod

Wirecard: Ex-Top-Manager auf Philippinen verstorben - Behörden ermittelten gegen ihn

Ein Wirecard-Partner und früherer Top-Manager des Zahlungsdienstleisters ist in Manila verstorben. Gegen ihn bestand der Verdacht der Geldwäsche.

  • Vor dem Hintergrund des Wirecard-Skandals berichten mehrere Medien von einem Todesfall.
  • Christopher B. soll in Manila (Philippinen) verstorben sein.
  • Er war laut seines Vaters zuvor wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gekommen.

Vor dem Hintergrund des milliardenschweren Betrugsskandals um den Zahlungsdienstleister Wirecard berichten mehrere Medien über einen Todesfall: Bereits Ende Juli soll der ehemalige Asien-Manager Christopher B. In der philippinischen Hauptstadt Manila verstorben sein.

Wie das Handelsblatt berichtet, sagte der Vater von B., dass sein Sohn nicht krank gewesen sei und wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gekommen sei. „Ich glaube, es war eine natürliche Sache“, zitiert ihn das Handelsblatt. Er habe auch nicht viele Informationen.

Ex-Wirecard-Manager verstorben: Behörden ermittelten gegen ihn

Nachdem B. aus dem Wirecard-Konzern ausgetreten und seine Stelle als Chef des philippinischen Wirecard*-Standorts abgegeben hatte, leitete er gemeinsam mit seiner Ehefrau unter anderem den Zahlungsabwickler „PayEasy Solutions“, einem bedeutenden Wirecard-Partner.

Dieser soll Wirecard 2018 etwa 300 Millionen Euro Umsatz gebracht haben. Doch 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten auf den Philippinen liegen sollten, existieren gar nicht, wie der Konzern Mitte Juni bekanntgab. Inzwischen ermittelt die deutsche Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf "gewerbsmäßigen Bandenbetrug".


Auch der nun offenbar verstorbene B. stand im Verdacht: Die philippinischen Behörden ermittelten wegen Geldwäsche. Wie das Handelsblatt berichtet, soll B. ein Kontaktmann des Ex-Wirecard-Vorstands Jan Marsalek gewesen sein, der sich seit Wochen auf der Flucht befindet.

Wirecard-Mitarbeiter wollen Betriebsräte gründen

Indes wurde bekannt, dass Wirecard-Mitarbeiter Betriebsräte gründen wollen - aus Sorge, aufgrund der Insolvenz* ihre Jobs zu verlieren. Die Gewerkschaft Verdi forderte die Geschäftsführungen dreier Wirecard-Tochterfirmen am Donnerstag auf, ihre Belegschaften zu entsprechenden Wahlversammlungen einzuladen. Konkret geht es um die Wirecard Bank und die beiden Softwarefirmen Wirecard Service Technologies und Wirecard Acceptance Technologies, die zusammen einige hundert Menschen beschäftigen. 

Die Betriebsräte könnten dann im Fall etwaiger Betriebsschließungen in Verhandlungen mit den Unternehmensleitungen Sozialpläne aushandeln. Bei der Muttergesellschaft Wirecard AG ist bislang keine Betriebsratswahl geplant. „Wir hoffen ein bisschen auf den Nachahmungseffekt“, sagte dazu Tina Scholze, die für Wirecard zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Peter Kneffel

Kommentare