Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Über Wikileaks: Ex-Banker will Steuersünder verraten

London - Rund 2000 Steuersünder zittern vor dieser Ankündigung: Ein Schweizer Ex-Banker will auf der Enthüllungsplattform Wikileaks brisante Kontodaten veröffentlichen. Darunter auch die Namen von Politikern.

Ein ehemaliger Schweizer Bankmanager will der Enthüllungsplattform Wikileaks die Daten von rund 2.000 Steuersündern zur Verfügung stellen. Rudolf Elmer, ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank Julius Bär, sagte der britischen Zeitung “Observer“, es handele sich um Konten in Offshore-Finanzzentren. Unter den Kontobesitzern seien Prominente, Geschäftsleute und Politiker aus den USA, Großbritannien und Asien.

Elmer übergab am Montag CDs mit Daten von mutmaßlichen Steuerbetrügern an den Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, Julian Assange, übergeben. “Wir werden diese Informationen so behandeln, wie wir alle anderen Informationen auch behandeln, die wir bekommen“, sagte Assange vor Journalisten in London. “Es wird eine vollständige Offenlegung geben.“ Elmer hatte angekündigt, zunächst keine Namen von Firmen oder Personen bekanntgeben zu wollen.

Die Auswertung der Daten werde nun vermutlich einige Wochen in Anspruch nehmen, teilte Assange mit. Medien hatten zuvor berichtet, auf den CDs befänden sich 2000 Namen, darunter auch die von Deutschen. Nach eigenen Angaben hat Elmer das Material bereits vor Jahren dem damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ohne Geldforderung angeboten, jedoch keine Antwort auf sein Schreiben bekommen.

Elmer war in der Schweiz 30 Tage lang in Haft. Am Mittwoch muss er sich vor dem Bezirksgericht in Zürich wegen des Vorwurfs der Verletzung des Bankgeheimnisses und der Nötigung verantworten. Er hat nach eigenen Angaben für Schweizer Banken acht Jahre lang im Steuerparadies Cayman Islands gearbeitet. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz sei er zu dem Entschluss gekommen, die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß des internationalen Steuerbetrugs zu informieren. Er werde verfolgt und unter Druck gesetzt, beteuerte er.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare