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Mit neuen Babyprodukten aus der Talsohle

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Nestlé-Chef Alexander Schleif am Bedienungselement der neuen Maschine zur Herstellung von Nahrung für Kleinkinder. Die Investition von neun Millionen Euro nennt er eine Stärkung des Standorts. 

Weiding/Polling- Neun Millionen Euro hat Nestlé in den vergangenen Monaten im Werk Weiding investiert. Für den neuen Chef Alexander Schleif ein klares Bekenntnis zum Standort.

Seit März läuft die neue Anlage, in der Gerichte für Kinder gekocht und verpackt werden, die beginnen selbst zu essen. Das Produkt aus der Baby- und Kinderkostreihe "Naturnes" wird derzeit nur für den französischen Markt hergestellt wird, es soll mit leicht verändertem Rezept auch in Deutschland eingeführt werden. Nestlé stellt dieses Produkt nur am Standort Weiding her.

Deshalb hält Werksleiter Schleif die Kindernahrung für eine entscheidende Stütze des in den letzten Jahren immer wieder durch Produktionsverlagerungen gebeutelten Standorts. "Wir sind in der glücklichen Situation eine Stärkung der Jahrestonage zu haben allerdings auf niedrigen Niveau", sagte Schleif. Seit zwei oder drei Jahren ist nach seiner Einschätzung der Boden erreicht. "Mit den neuen Produkten können wir aus der Talsohle aufsteigen."

Als Grund für den Rückgang der letzten Jahren nennt Schleif den hohen Konkurrenzdruck, dem Nestlé ausgesetzt im Markt für Baby- und Kindernahrung ausgesetzt war. "Diesen Trend kehren wir wieder um", sagt Schleif. Dank der Neuausrichtung des Konzerns gebe es jetzt keine massiven Einbrüche mehr. Der Wettbewerb der Nestlé-Standorte untereinander spiele dagegen keine Rolle für die Schwächung des Werks Weiding in den vergangnen Jahren, in denen immer wieder Produktionsmengen an andere Standorte verlagert oder aufgegeben wurden: "Das ist eher ein Geben und Nehmen." Die Mengen, die Weiding in den 1990er Jahren verließen, wird das Werk nach Einschätzung Schleifs allerdings nicht mehr erreichen. Die wichtigste Aufgabe im Werk besteht laut Schleif darin, schnell und flexibel zu reagieren, um die strategischen Vorgaben des Konzerns umsetzen zu können. Dazu gehört derzeit vor allem die Garantie der Frische der Produkten, die durch die Herstellung kleinerer Mengen gesichert werden soll. Diese Vorgabe sei nur durch den flexibleren Einsatz von Maschinen und Personal zu erfüllen.

Nestlé produziert in Weiding Alete-Säfte, Babynahrung auch für Frankreich und Polen und Kompott für Kinder ab vier Monaten. 350 Mitarbeiter arbeiten im Werk, darunter Teilzeitkräfte und Zeitarbeiter; 84 sind zusätzlich für das Regionallabor tätig. Zehn Lehrlinge werden ausgebildet, im September kommen sieben dazu. Zusätzlich zu den Investitionen in die neue Anlage gibt Nestlé heuer eine Million Euro aus um Sicherheit und Energieeffizienz zu steigern. Das Werk soll laut Konzernvorgabe jährlich drei bis fünf Prozent Energie einsparen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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