Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Appell für Kooperation

Weltwirtschaftsforum warnt vor Populisten

Die Welt ist nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2017 zahlreichen Risiken ausgesetzt. Foto: Jean-Christophe Bott
+
Die Welt ist nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2017 zahlreichen Risiken ausgesetzt. Foto: Jean-Christophe Bott

Die Welt muss 2017 auf fünf Kernprobleme reagieren - so steht es im jährlichen Risiko-Bericht des Weltwirtschaftsforums. Dazu zählen die Experten vor allem politische Spannungen in vielen Gesellschaften. Die Antwort müsse lauten: Noch mehr Zusammenarbeit.

London (dpa) - Der Aufstieg von Populisten, wachsende soziale Ungleichheit und zunehmende Gefahren für die Umwelt: Die Welt ist nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2017 zahlreichen Risiken ausgesetzt.

Auf die großen Herausforderungen müssten Staatenlenker und Wirtschaftsbosse mit engerer Zusammenarbeit reagieren, heißt es im Welt-Risiko-Bericht, den das WEF in London vorstellte.

«In erster Linie müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, das System weltweiter Kooperation zu schützen und zu stärken», fordern die Autoren. Nur mit gemeinschaftlichem Handeln könnten Not und Unbeständigkeit im kommenden Jahrzehnt verhindert werden. «Das Jahr 2017 ist ein entscheidender Zeitpunkt für die Weltgemeinschaft», schrieb WEF-Gründer Klaus Schwab im Vorwort des Berichts.

Das WEF identifizierte in seiner jährlichen Studie für dieses Jahr fünf Kernprobleme. Dazu zählen gesellschaftliche Spannungen wie eine größere Polarisierung und ein stärkerer Nationalgedanke nach den Wahlerfolgen populistischer Parteien und Politiker. Wichtig seien nun Antworten darauf, wie die Teilhabe der Menschen am Wirtschaftswachstum verbessert werden und wachsender Nationalismus mit einer vielschichtigen Gesellschaft «versöhnt» werden könne.

«Die am meisten beachteten Signale der Zerrissenheit kommen zwar aus westlichen Ländern», hieß es in dem Bericht unter Verweis auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump und die Brexit-Entscheidung der Briten. «Aber auf der ganzen Welt gibt es Beispiele einer heftigen Gegenbewegung gegen Teile des inländischen und internationalen Status quo.» Konkret verweisen die Experten auf Brasilien, die Philippinen und die Türkei.

Gefährlich für die Welt seien auch die wachsende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit sowie Ängste durch Migration, der Klimawandel und Terroranschläge. Für die Studie wurden etwa 750 Manager und Wirtschaftswissenschaftler befragt.

Das 47. WEF-Jahrestreffen in Davos (17.-20. Januar) steht unter dem Motto «Responsive and Responsible Leadership» («Anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führung»). Zu dem Gipfeltreffen in dem noblen Schweizer Wintersportort werden etwa 3000 Gäste erwartet, darunter Dutzende Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Top-Manager. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bleibt der Veranstaltung allerdings das zweite Jahr in Folge fern.

Welt-Risiko-Bericht

Website zur 47. WEF-Jahrestagung

Kommentare