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Boeing erhebt Dumping-Vorwürfe

USA wollen 220 Prozent Strafzölle auf Bombardier-Flugzeuge

CS100-Flugzeuge in einer Fertigungshalle von Bombardier. Foto: Ryan Remiorz/The Canadian Press
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CS100-Flugzeuge in einer Fertigungshalle von Bombardier. Foto: Ryan Remiorz/The Canadian Press

Washington (dpa) - Die US-Regierung will wegen des Vorwurfs unfairer Subventionen hohe Strafzölle gegen Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier verhängen.

Für Mittelstrecken-Maschinen der Baureihe «C Series» kündigte Handelsminister Wilbur Ross einen Ausgleichszoll von 220 Prozent an. Die Anordnung ist jedoch vorläufig. Ein endgültiger Beschluss des Handelsministeriums soll im Dezember folgen. Danach müsste der Zoll noch von der zuständigen US-Behörde ITC bestätigt werden.

Der US-Rivale Boeing hatte Bombardier beschuldigt, die Flugzeuge mit Hilfe staatlicher Zuschüsse zu Dumpingpreisen unterhalb der Herstellungskosten anzubieten. «Die USA schätzen ihre Beziehungen zu Kanada, aber auch unsere engsten Verbündeten müssen nach den Regeln spielen», sagte Handelsminister Ross.

Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland wies die Vorwürfe zurück. Die Aktion der Amerikaner ziele ganz klar darauf, Bombardiers Flugzeuge vom US-Markt zu drängen, hieß es in einem Statement ihres Ministeriums. Bombardier bezeichnete den Strafzoll als «absurd». Boeing gehe es letztlich nur darum, Konkurrenz auszuschalten.

Der Handelsstreit sorgt auch in Großbritannien für Aufregung. Dort könnten bis zu 1000 Arbeitsplätze durch die Strafzölle für Bombardier-Flugzeuge in Gefahr sein. Premierministerin Theresa May äußerte sich am Mittwoch «bitter enttäuscht». Großbritannien werde weiterhin mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um wichtige Arbeitsplätze im britischen Landesteil Nordirland zu erhalten. Bombardier beschäftigt etwa 4200 Menschen in Belfast.

Mitteilung des US-Handelsministeriums

Fact Sheet des Handelsministeriums

Statement von Bombardier

Statement der kanadischen Außenministerin

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