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Schwergewichte sagen ab

Textilgipfel in Bangladesch unter Druck

Frauen und Männer arbeiten in einer Textilfabrik in Gazipur, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka in Bangladesch. Foto: Doreen Fiedler/Archivfoto
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Frauen und Männer arbeiten in einer Textilfabrik in Gazipur, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka in Bangladesch. Foto: Doreen Fiedler/Archivfoto

Dhaka (dpa) – Kurz vor dem internationalen Bekleidungsgipfel in Bangladesch am Samstag wächst der Druck auf die Textilhersteller in dem Land.

Mehrere große Unternehmen sagten ihre Teilnahme ab - darunter Tchibo, C&A und Inditex (Zara), wie Unternehmenssprecher am Donnerstag bestätigten.

Damit seien die Firmen einem Aufruf gefolgt, gegen die schlechte Behandlung von Textilarbeitern in Bangladesch zu protestieren, teilte die Clean Clothes Campaign mit, ein Zusammenschluss von internationalen Nichtregierungsorganisationen aus dem Sektor.

Hintergrund ist eine anhaltende Auseinandersetzung zwischen Arbeitern, Gewerkschaften und Arbeitgebern des asiatischen Landes seit mehr als zwei Monaten. Anfang Dezember hatten tausende Arbeiter eine Erhöhung ihres Mindestlohns auf rund 180 Euro im Monat gefordert - fast dreimal so viel wie bisher. Als Reaktion wurden nach Gewerkschaftsangaben seitdem mindestens 1600 Arbeiter entlassen und mindestens 34 Aktivisten festgenommen, mehrere Büros von Gewerkschaften mussten schließen.

Der Verband der bangladeschischen Textilexporteure BGMEA, der den Gipfel ausrichtet, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass man mit den Käufern und Aktivisten verhandle, um die Probleme noch vor dem Gipfel zu lösen. Auf der Textilkonferenz sollen die Fortschritte bei der Arbeitssicherheit in den vergangenen Jahren diskutiert und für eine nachhaltigere Lieferkette gearbeitet werden. Durch den Rückzug der großen Namen steigt der Druck, das Thema Arbeitnehmerrechte stärker in den Fokus zu rücken.

Mitteilung der Clean Clothes Campaign

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