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"Kirche, Wirtshaus, Schule und Bank um die Ecke"

OVB
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Die Gesangsgruppe "Chash'n Go" umrahmte den Festabend musikalisch.

Mühldorf - Beim Festakt zum 100. Geburtstag der VR Bank Burghausen-Mühldorf reihte Umweltminister Huber die Volksbank als Pfeiler in seinem Heimatgefühl ein.

Mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierte die VR Bank Burghausen-Mühldorf ihren 100. Geburtstag. Der Festabend bot bunte Unterhaltung und das Bekennntnis zur Verantwortung vor Ort.

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Die große Stärke heißt Nähe

Es waren illustre Gäste unter den fast 600 Mitfeiernden im Stadtsaal. Darunter Theresia und Dr. Ludwig Waldmann, Enkel der Genossenschaftsgründer, oder der Chef der Sparkasse Herbert Langstein. Sowohl die Gründernachfahren als auch der Konkurrenzbank-Vorstand standen stellvertretend für ein entscheidendes Merkmal der VR Bank: Die Verbundenheit zur Region und die Dauerhaftigkeit des Engagements.

Oder, wie es Umweltminister Dr. Marcel Huber ausdrückte, der seit 25 Jahren Mitglied der VR Bank ist: "Ich habe die Kirche, das Wirtshaus, die Bank und die Schule gleich um die Ecke. Das gibt Heimatgefühl." Ein Heimatgefühl, das mehr ist als Wohlbefinden, blickte Aufsichtratsvorsitzender Peter Schacherbauer zurück: "Was als Selbsthilfeorganisation begann ist ein wichitger Wirtschaftsfaktor geworden und bleibt auch künftig dem Gewerbe und und den Privatkunden in der Region verpflichtet."

Mitarbeiter führten in kleinen Theaterszenen durch die 100-jährige Geschichte der Bank

Das liege vor allem an den Menschen, die sich seit 1912 in der heutigen Bank engagiert haben, sagte der ehemalige Vorstandssprecher Wilhelm Weis, der die Geschichte der Bank zum Jubiläum umfassend dokumentiert hat. "Nicht der Staat und nicht das Großkapital schufen diese Bank, es war die Leitung vieler einzelner Menschen, sie sie zu einem modernen und leistungsfähigen Unternehmen machten", schreibt er im Schlusswort der Chronik. Wer sie liest, trifft auf die Namen vieler, die einst Gewerbebetriebe in der Stadt führten und die auch heute noch, zum Teil 100 Jahre danach, bekannt sind.

Rund um die Bankphilosophie der Regionalität und Verlässlichkeit entwickelte sich ein bunter Abend mit Musik der A-cappella-Gruppe "Chash'n Go" und kurzen Theaterstückchen, in denen Mitarbeiter die Geschichte der Mühldorfer Bank humorvoll darboten.

Der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, Prof. Stefan Götzl, machte in seiner Ansprache klar, dass sich die Volks- und Raiffeisenbanken vor allem in der Banken- und Wirtschaftskrise bewährt hätten. "Die Finanzkrise hat einmal mehr die Sicherheit und Zuverlässigkeit unseres Geschäfsmodells bewiesen." So bildeten die Genossenschaftsbanken die einzige Bankengruppe, die bislang ohne staatliche Hilfe ausgekommen sei. Götzl attackierte Konkurrenzbanken, die unter dem Rettungschirm stünden, deshalb hohe Zinsen zahlen könnten und damit den Wettbewerb verzerrten.

Obwohl die VR Bank im 100. Jahr ihres Bestehens nach Angaben von Vorstandssprecher Georg Hennrich ausschließlich in ihrem Geschäftsgebiet tätig war, ist sie eng verflochten mit den weltweiten Wirtschaftsbeziehungen. Die haben im vergangenen Jahr im Bereich der Kundenkredite, der Spareinlagen und der Erträge aus Wertpapiergeschäften Rückgänge gegen über dem Vorjahr gebracht. Trotzdem nannte Hennrich die Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr "insgesamt zufriedenstellend."

So stieg die Blianzsumme auf 380 Millionen Euro (plus sechs Prozent), die Bank hat 7000 Mitglieder und 21000 Kunden, der Gewinn beträgt eine Million Euro. Zum Vergleich: Im Gründungsjahr 1912 zählte der damalige Gewerbeverein 44 Mitglieder, der erste ausgewiesene Gewinn betrug 112,53 Euro, ein Jahr später waren es bereits 592 Mark. Geblieben ist die Ausschüttung an die Mitglieder: Sie betrug damals wie heute vier Prozent. Ein Bericht über die Bilanzvorstellung der VR Bank Burghausen-Altötting mit den wichtigsten Zahlen steht auf der nächsten Seite.

Die Ausstellung zur Geschichte der Bank ist noch bis Freitag in der Hauptstelle am Stadtplatz zu sehen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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