Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schlecker-Mitarbeiter bekommen Insolvenzgeld

Ehingen/Stuttgart - Das Insolvenzgeld für die mehreren zehntausend Beschäftigten der Drogeriekette Schlecker steht bereit. Die Lohnansprüche von rund 33 000 Mitarbeitern werden bis Ende März abgedeckt.

Es geht um eine Summe von rund 150 Millionen Euro. Das teilte die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Stuttgart mit. Die Zahlungen entsprechen dem Nettoentgelt der Beschäftigten. Betroffene müssen Angaben der Behörde zufolge keine Einzelanträge stellen, um ihr Geld zu bekommen.

Die Arbeitsagentur will außerdem direkt in der Schlecker-Zentrale in Ehingen ein Büro aufmachen, um möglicherweise Arbeitsplätze zu vermittlen, sollte es zu Kündigungen kommen. Die Arbeitsagentur erklärte, derzeit seien bundesweit rund 25 000 offene Stellen allein für Verkaufsberufe gemeldet. Der Handel und die Dienstleistungsbranche seien “aufnahmefähige Branchen am Arbeitsmarkt“.

Ähnlich hatte sich der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, Anfang der Woche geäußert: Im Einzelhandel gebe es einen hohen Bedarf an Fachkräften.

Einigung mit Lieferanten

Schlecker einigte sich unterdessen mit einem weiteren Lieferanten: Nachdem die Einkaufsgemeinschaft Markant ihre Lieferungen wieder aufgenommen habe, werde dies nun auch der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (u.a. Ariel, Gillette) tun, erklärte die Drogeriekette. Schlecker hatte am Montag mit drei Gesellschaften Insolvenz angemeldet, die Tochter IhrPlatz war am Donnerstag gefolgt.

Am Montag will der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zusammen mit Vertretern der Familie Schlecker und des Managements Details zum weiteren Vorgehen erläutern. Es ist die erste Pressekonferenz der Kette seit den 1990er Jahren. Die Drogeriekette strebt weiterhin ein Insolvenzplanverfahren an und will als Unternehmen komplett erhalten bleiben.

Insolvenzgeld wird für die drei Monate vor einem sogenannten Insolvenzereignis gezahlt. Ein solches Ereignis ist etwa die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Da dies bei Schlecker noch nicht passierte, ist das Insolvenzgeld bis Ende März gesichert. Finanziert wird das Insolvenzgeld über eine Umlage aller Arbeitgeber.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare