Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Finanzkrise

Schäuble: Elf Milliarden für Athen "nicht unrealistisch"

+
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt sich darauf ein, dass Griechenland bis zum Jahr 2015 einen Finanzbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe haben könnte.

Athen - Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt sich darauf ein, dass Griechenland bis zum Jahr 2015 einen Finanzbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe haben könnte.

Die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) als neuen Finanzbedarf genannten elf Milliarden Euro seien "nicht unrealistisch", sagte Schäuble der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

Schäuble verteidigte erneut seine Ankündigung eines dritten Hilfsprogramms für das krisengeschüttelte Griechenland. Das aktuelle Hilfsprogramm laufe Ende 2014 aus. "Deshalb werden wir Mitte 2014 prüfen müssen, ob Griechenland seine Verpflichtungen erfüllt hat, ob ein Primärüberschuss besteht und ob es noch einen Bedarf gibt", sagte der Finanzminister. "So haben wir das in der Eurogruppe im November 2012 vereinbart und so haben wir das immer erklärt."

Schäuble lobte die griechischen Reformbemühungen. Die griechische Regierung liege im Zeitplan der Troika. "Die Defizitentwicklung ist besser als gedacht, Griechenland wird wettbewerbsfähiger." Die internationalen Beobachter erwarteten, dass die griechische Wirtschaft nächstes Jahr wieder wächst. "Es ist wichtig, dass wir Griechenland nicht nur auf seinem Reformweg ermutigen und ermahnen, sondern auch klar machen, dass wir zu unseren Verpflichtungen stehen."

Nach Einschätzung des SPD-Haushaltsexperten Carsten Schneider wird Griechenland nach 2015 weitere Milliardenhilfen benötigen. "Zu den knapp elf Milliarden Euro bis 2015 kommt für den Zeitraum 2015 bis 2020 ein weiterer hoher zweistelliger Milliardenbetrag", sagte Schneider der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Die Lücke ergebe sich unter anderem aus der schwachen Wirtschaftsentwicklung und fehlender Privatisierungserlöse. Die letzte Schuldentragfähigkeitsanalyse der Troika für Griechenland habe den Bedarf bis 2020 auf rund 77 Milliarden Euro taxiert. Die Bundesregierung müsse noch vor der Bundestagswahl erklären, was ihr die Rettung Griechenlands wert sei.

afp

Kommentare