Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schwere Vorwürfe gegen Merkel-Minister

Verschwinden alle Real-Filialen? Tausenden Mitarbeitern droht schreckliches Szenario

Der Verkauf der Handelskette Real könnte zu einem kompletten Ende der Marke führen. Ein Real-Betriebsrat richtet nun Vorwürfe an die Regierung.

  • Der Handelskonzern Metro will die Real-Märkte in Deutschland verkaufen.
  • Nun warnt ein Betriebsrat vor massivem Stellenabbau.
  • Er sieht jeden dritten Arbeitsplatz in Gefahr.

Update vom 17. Januar 2020: Nachdem die Übernahme der Real-Märkte von Immobilieninvestor X+Bricks bekannt wurde, war noch nicht klar was mit den Märkten passieren wird. Jetzt gibt es neue Berichte denen zufolge Real komplett verschwinden könnte. Recherchen von chip.de ergaben, dass Metro nicht wie zuerst berichtet einen starken Kern an Real-Filiale behalten wolle. Metro gebe die Real-Kette komplett ab. X+Bricks hebe seine Exklusivvereinbarung mit Kaufland aufgelöst. Deswegen könnten sich auch andere Interessenten sich Real-Filialen. Unter den potenziellen Käufern sind laut Chip.de Edeka, Kaufland, Lidl, Rewe, Netto sowie die Baumärkte Toom und Obi.

Real-Märkte: 50 Filialen von Schließung bedroht - 10.000 Mitarbeiter betroffen

Erstmeldung vom 14. Januar 2020: 

Düsseldorf - Kurz vor dem geplanten Verkauf der Real-Märkte hat der Betriebsrat des Handelskonzerns Metro vor einem massiven Stellenabbau gewarnt. "Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte dessen Vorsitzender Werner Klockhaus der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag. "Das heißt, fast jede dritte Stelle ist in akuter Gefahr. Es wird ein Drama."

Derzeit beschäftigt die Handelskette rund 34.000 Mitarbeiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte bereits im Oktober angesichts des geplanten Verkaufs von Real-Filialen Klarheit für die Beschäftigten der Handelskette gefordert. Metro plant, bis Ende Januar alle 277 Real-Märkte in Deutschland an ein Konsortium rund um den Immobilieninvestor X+Bricks zu verkaufen. Mit der Nachricht, die deutschen Real-Märkte an diesen Immobilieninvestor verkaufen zu wollen, sorgte das Unternehmen bei Experten, die das Geschehen verfolgt hatten, im Dezember vergangenen Jahres für Überraschung.

Real-Märkte zum Verkauf: Betriebsrat fürchtet 10 000 Arbeitslose

Klockhaus sagte der Süddeutschen Zeitung, er rechne mit der Schließung von rund 50 Märkten. Bei 120 Mitarbeitern pro Markt verlören allein dadurch 6000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Schätzungsweise weitere 4000 Arbeitslose kämen hinzu, wenn X+Bricks die Real-Märkte an Wettbewerber weiterreiche und diese ganze Abteilungen dicht machten.

Der Gesamtbetriebsrat kritisierte in dem Zusammenhang auch die Untätigkeit der Regierung. "Ich glaube, dass die Politik die Situation des Verkaufs von Real komplett unterschätzt. Es gab viele Gespräche mit Politikern auf allen Ebenen", unter anderem auch mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Sie hätten "uns leider bis jetzt nicht weitergeholfen", sagte Klockhaus.

Von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe er bislang keinerlei Aussagen zum Real-Verkauf gehört. Mit seiner Kritik an führende Politiker ist Klockhaus nicht allein. Auch Verdi übte bereits im Oktober Druck aus und forderte, dass Arbeitgeber und Politik dafür sorgen müssten, dass die Arbeitsplätze zu guten Bedingungen erhalten blieben.

Doch nicht nur bei Real, auch beim Autobauer Daimler steht ein massiver Stellenabbau bevor

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Steffen

Kommentare