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Mangel an Nachwuchskräften

Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. Foto: Jan Woitas
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Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. Foto: Jan Woitas

Frankfurt/Main (dpa) - Viele Bäcker, aber auch Fleischer geben auf: Innerhalb von zehn Jahren sind unter dem Strich jeweils etwa 30 Prozent der Betriebe in Deutschland verschwunden. Das geht aus Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor.

«Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe, als neue eröffnet werden», sagte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks der Deutschen Presse-Agentur.

Waren im Jahr 2008 bundesweit rund 15.337 Bäckereien in der Handwerksrolle eingetragen, waren es Ende 2018 noch 10.926. Die Zahl der Fleischereibetriebe verringerte sich im selben Zeitraum laut ZDH von 18.320 auf 12.897. Nicht nur Bürokratie und Konkurrenz von Discountern und Supermärkten belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks.

Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. «Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste», sagte Dohrmann.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung mangelte es den Bäckereien im vergangenen Jahr mit 906 nicht vergebenen Ausbildungsstellen an Nachwuchs. Bei den Fleischereien fehlten 894 Azubis.

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