Arbeitslosigkeit im Landkreis sinkt weiter

Landkreis - Nur noch drei Prozent der Bürger im Landkreis Altötting und Mühldorf sind derzeit ohne Job. Das geht aus den aktuellen Arbeitslosenzahlen hervor.

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting war die Zahl der Arbeitslosen im Juni nochmals leicht rückläufig. 1.787 Menschen waren arbeitslos gemeldet, dies sind 15 Personen (ein Prozent) weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Juni 2011 ist die Arbeitslosigkeit um 26 Personen (ebenfalls ein Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 3,0 Prozent; sowohl im Mai als auch im Juni des Vorjahres lag sie um 0,1 Punkte höher (je 3,1 %). 786 Arbeitslose (Vormonat: 815) waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.001 (Vormonat: 987) beim Jobcenter.

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt nahm spürbar ab: 462 Personen meldeten sich arbeitslos, dies sind 76 Personen (14 Prozent) weniger als im Mai und 108 Personen (19 Prozent) weniger als im Juni 2011. Gleichzeitig konnten 471 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 303 Personen (39 % Prozent) weniger als im Mai und 185 Personen (28 Prozent) weniger als Juni des Vorjahres. „Die geringe Dynamik lässt sich größtenteils darauf zurückführen, dass in den Berichtsmonat Juni 2012 mit seinen vielen Feiertagen nur 19 Arbeitstage fielen. Im Vormonat und im Juni 2011 waren es jeweils 22 Arbeitstage. Dieser Effekt ist bei allen bayerischen Arbeitsagenturen zu beobachten“, erläutert Agenturchefin Jutta Müller.

518 Frauen und Männer waren im Juni länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind 14 Personen (drei Prozent) mehr als im Mai und 10 Personen (zwei Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Umfang der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt damit beinahe unverändert. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen, gemessen an allen Arbeitslosen, steigt um einen Prozentpunkt auf nun 29 Prozent an. Zwei Drittel (351 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen, sie umfasste im Juni 174 Personen. Gegenüber dem Monat Mai sind damit 11 Personen (sechs Prozent) weniger junge Menschen unter 25 Jahren auf Arbeitssuche, im Vergleich zum Juni 2011 sind 13 Jugendliche (sieben Prozent) weniger gemeldet. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt zehn Prozent.

Die Agenturchefin erläutert: „Die Stellenzugänge und –bestände sind im Juni leicht zurückgegangen. Dies ist jedoch in erster Linie den Pfingstfeiertagen und der damit verbunden Urlaubszeit geschuldet und weniger den Arbeitsmarktbedingungen. Eine spürbare Abschwächung der Konjunktur lässt sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt nicht feststellen. In einigen Branchen können vakante Stellen für Fachkräfte nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden“.

Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im Juni ebenfalls zurückgegangen. Mit 1.923 Arbeitslosen waren gegenüber dem Vormonat 46 Personen (zwei Prozent) weniger registriert. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,3 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 83 Personen (vier Prozent) zu verzeichnen, damals betrug die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent. Der Kundenkreis der Agentur für Arbeit zählte 738 Personen (Vormonat: 749), das Jobcenter Mühldorf betreute 1.185 arbeitslose Menschen (Vormonat: 1.220).

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt nahm spürbar ab: 483 Personen meldeten sich arbeitslos, dies sind 126 Personen (21 Prozent) weniger als im Mai und 72 Personen (13 Prozent) weniger als im Juni 2011. Gleichzeitig konnten 528 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 138 Personen (21 % Prozent) weniger als im Mai und 195 Personen (27 Prozent) weniger als Juni des Vorjahres. „Die geringe Dynamik lässt sich größtenteils darauf zurückführen, dass in den Berichtsmonat Juni 2012 mit seinen vielen Feiertagen nur 19 Arbeitstage fielen. Im Vormonat und im Juni 2011 waren es jeweils 22 Arbeitstage. Dieser Effekt ist bei allen bayerischen Arbeitsagenturen zu beobachten“, erläutert Agenturchefin Jutta Müller. 582 Menschen waren im Juni länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind dies um 21 Personen (vier Prozent) weniger, gegenüber Juni 2011 ist ein Rückgang um 106 Personen oder 15 Prozent zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt 30 Prozent, der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (507 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Mai unverändert - sie umfasste mit 171 Personen ebenso viele wie im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2011 sind 15 Jugendliche (zehn Prozent) mehr gemeldet. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit verbleibt jedoch bei neun Prozent.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT