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Folgen der Inflation

Zinserhöhung – Sparkassen-Chefin warnt: „Viele könnten ihr Haus verlieren“

Die EZB wird angesichts der Inflation im Sommer den Zinssatz anheben. Für Kreditnehmer und Hausbauer kann das bedrohliche Folgen haben, warnt die Präsidentin eines Sparkassenverbandes.

Frankfurt am Main – Gute Nachrichten für Sparer, schlechte Nachrichten für Kreditnehmer: Bei ihrem Treffen in Amsterdam hat die Europäische Zentralbank (EZB) vergangene Woche die Weichen für ein Ende der Negativzinsen gestellt. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren sollen am 21. Juli die Zinssätze um 0,25 Prozentpunkte angehoben werden. Im September sei möglicherweise auch „ein größerer Zinsschritt angemessen“, so die Währungshüter.

Zinserhöhung der EZB hat Folgen für Kreditnehmer und Hausbauer

Die Zinserhöhung war angesichts der anhaltend hohen Inflationsrate im Euro-Raum von Experten erwartet worden. Während Sparer sich über die steigenden Zinsen freuen dürften, haben Kreditnehmer das Nachsehen: Für sie wird es absehbar teurer. Denn: Zinserhöhungen lassen die Kosten für Kredite steigen. Banken und Sparkassen geben nach Erfahrung von Verbraucherschützern steigende Zinsen an Kreditnehmer vergleichsweise zügig weiter.

Die höheren Zinsen treffen vor allem diejenigen, die ein neues Darlehen brauchen oder eine Anschlussfinanzierung für einen Immobilienkredit. Vor allem Hausbauer können so in die Bredouille kommen. „Viele könnten ihr Haus verlieren“, warnt Liane Buchholz, die Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe (SVWL), in der Bild.

Inflation belastet Kreditnehmer zusätzlich

Wer eine Anschlussfinanzierung für seinen Immobilienkredit braucht, muss jetzt vorsichtig abwägen. Niemand könne sicher voraussagen, wie sich die Bauzinsen mittel- und langfristig entwickeln, sagt Philipp Rehberg von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Ob ein Forward-Darlehen – also die vorzeitige Zusage der Anschlussfinanzierung zu einem festgeschriebenen Zinssatz – sinnvoll ist, müsse im Einzelfall entschieden werden. „Vorrangiges Ziel sollte immer sein, die Finanzierung abzusichern, um den Erhalt der Immobilie nicht zu gefährden“, sagt der Verbraucherschützer.

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Ein weiteres Problem für Kreditnehmer: Durch die Inflation und steigenden Lebensmittel- und Energiepreise bleibt ihnen immer weniger Geld übrig, um die Kredit- oder Tilgungsraten zu stemmen. „Schon jetzt haben 42 Prozent der deutschen Haushalte keine Sparfähigkeit mehr“, sagt Buchholz in der Bild. Sie geht davon aus, dass im Herbst schon 60 Prozent betroffen sein werden. (lma/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Mia Bucher/dpa

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