Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Urteil gegen Riederinger (28) gefallen

Paukenschlag im Prozess um den tödlichen Unfall auf der Miesbacher Straße in Rosenheim

Paukenschlag im Prozess um den tödlichen Unfall auf der Miesbacher Straße in Rosenheim

Nutzer werden umgeleitet

Handelsportal Dawanda hat dichtgemacht

Nach rund zwölf Jahren hat der Online-Marktplatz Dawanda geschlossen. Foto: Laurin Schmid
+
Nach rund zwölf Jahren hat der Online-Marktplatz Dawanda geschlossen. Foto: Laurin Schmid

Ob gehäkelter Kaktus oder Nudelholz mit Gravur: Die Plattform Dawanda verkaufte (gefühlt) alles. Jetzt hat der Anbieter dichtgemacht. Ein US-Unternehmen springt in die Lücke.

Berlin (dpa) - Nach rund zwölf Jahren hat der Online-Marktplatz Dawanda in der Nacht zum Freitag geschlossen. Auf dem Portal verkauften Händler viel Selbstgemachtes.

Seit heute Morgen werden Besucher der Website automatisch auf die Seiten des ehemaligen Konkurrenten Etsy umgeleitet, mit dem Dawanda eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat. Dawanda hatte die Schließung vor rund zwei Monaten angekündigt.

Damals schrieb Gründerin und Geschäftsführerin Claudia Helming, man habe handgemachte Produkte als neue Kategorie im Onlinehandel etabliert. «Dennoch mussten wir uns in den letzten Jahren zunehmend eingestehen, dass es uns alleine nicht gelingen wird, das Wachstum weiter voranzutreiben.» Dawanda sei nicht insolvent, aber man habe handeln müssen, um den Verkäufern «auch langfristig das Bestehen ihrer Unternehmen, ihre Einkommen und weiteres Wachstum zu sichern».

Dawanda wurde Ende 2006 in Berlin gegründet. Angeboten wurden auch Kleidung, Dekorationen, Kindersachen - von der Häkelmütze bis zur Schnullerkette. Seinen Verkäufern hatte Dawanda empfohlen, zum US-Shopping-Portal Etsy zu wechseln. Beide Portale hätten eine Vereinbarung getroffen und ein Tool entwickelt, damit Dawanda-Verkäufer ihre Shops umziehen können.

Dem «Tagesspiegel» (Donnerstag) sagte Helming: «Ich denke wir hätten früher verkaufen können, sollen und müssen.» Den richtigen Zeitpunkt dafür habe sie verpasst, und nun sei es für einen «klassischen Unternehmensverkauf» zu spät. So sei es zu der Vereinbarung mit Etsy gekommen. Ob diese vorsieht, dass Etsy für die Übernahme der Verkäufer Geld an Dawanda zahlt, wollte eine Etsy-Sprecherin auf dpa-Anfrage nicht sagen. Helming sagte dem «Tagessiegel»: «In gewisser Weise ja. Ich kann aber zu den Summen nichts sagen.»

Dawanda war ein Portal für Menschen aus der «Do-it-yourself»-Szene, die mit ihren Produkten Geld verdienen wollten. Über die Zeit hatten sich rund 7 Millionen Mitglieder registriert. Sie sollen ihre Nutzerprofile noch bis Ende Oktober einsehen können. Bis Ende des Jahres soll Dawanda auch noch per E-Mail erreichbar sein.

Kommentare