Zu hohe Kosten

Vapiano-Experiment gescheitert: Bekannte deutsche Supermarkt-Kette schließt Filiale für immer

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Globus hat mit Fridel ein neues Konzept versucht.
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Es war ein Versuch, neue Klientel zu gewinnen und in die Filialen zu locken. Weil das aber nicht wie gewünscht funktioniert hat, wird ein Konzept der Supermarktkette Globus eingestellt.

Saarbrücken - Globus ist bei Supermärkten ein Name, den viele kennen. In vielen Bundesländern, z.B. Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen oder Sachsen-Anhalt gibt es Märkte. Dabei baut die Marke ähnlich wie real und V-Markt auf das Konzept großer SB-Warenhäuser. Das erschwert allerdings die Expansion, da bei einer solchen große Summen investiert werden müssten.

Als Alternative hatte sich Globus überlegt, Märkte in Innenstädten zu eröffnen und dabei kleinere Flächen als gewohnt zu nutzen. Vor vier Jahren eröffnete ein SB-Markt namens „Fridel“ in Saarbrücken, in dem ein neues Konzept getestet werden sollte. Dabei hatte die Idee neben der Möglichkeit, einzukaufen noch eine andere Säule.

Globus Konzeptidee: Supermarkt und Restaurant in einem

„Fridel“ sollte Restaurant und Supermarkt in einem bieten; Kunden konnten dort auch essen. Fast die Hälfte der 700 Quadratmeter entfiel auf den Gastronomiebereich. Damit sollten vor allem Angestellte aus den umliegenden Büros als Kunden und Gäste gewonnen werden. Dabei baute Globus auf ein Konzept, das dem von Vapiano ähnelt.

In einer offenen Küche, die sich mitten im Einkaufsbereich befand, konnten die Kunden Speisen bestellen, die vor Ort zubereitet wurden. Auf ca. 100 Sitzplätzen konnten diese dann verzehrt werden. Auch an der Grilltheke konnte bestellt werden. Dort hatten die Kunden dann  die Wahl zwischen Salat, Fleisch, Pasta und Reisprodukten.

Globus stellt „Fridel“ ein: Kosten wohl zu hoch

Wer auf der Suche nach einem Frühstück war, dem bot „Fridel“ eine große Palette, aus der er für lediglich 7,99 Euro wählen konnte. Mittags stand unter anderem das Pizza-Menü zur Wahl, bei dem man für 8,50 Euro ein Getränk und eine Pizza mit 29 cm Durchmesser bekam.

Nach vier Jahren Testphase wird Globus die Filiale im August 2019 schließen. Das berichtet die Lebensmittel Zeitung Das Konzept aus Gastronomie und Supermarkt wurde offenbar nicht ausreichend angenommen. Auch real plante wohl ein ähnliches Konzept, setzte es aber wegen zu hoher Kosten für Umbauten und Aufrüstung nicht um. Dieses Problem plagte wohl auch „Fridel“.

Für manche Gerichte muss man nicht mal ins Restaurant, sondern kann diese nach einem kurzen Supermarktbesuch selbst zubereiten - wie diesen simplen Bohnensalat. Dabei sollte man aber darauf achten, dass einem die sogenannten Quengelwaren nicht das Geld aus der Tasche ziehen.

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