Wegen Konzernumbaus

Milliarden-Verlust der Deutschen Bank - 18.000 Jobs gestrichen

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Die Deutsche Bank streicht 18.000 Jobs.

Weil sich die Deutsche Bank neu aufstellen und so den Konzern umbauen will, erwartet sie einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro. 18.000 Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Jobs.

Update 22.35 Uhr: Nachdem die Deutsche Bank ihre Milliarden-Verluste bekanntgegeben hat, baut das Haus nun auch den Vorstand grundlegend um. Privatkundenchef Frank Strauß und die für Regulierungsthemen zuständige ehemalige Bankenaufseherin Sylvie Matherat verlieren ihre Posten im Führungsgremium des größten deutschen Geldhauses. Beide werden die Bank zum 31. Juli verlassen, ebenso wie Investmentbankchef und Konzernvize Garth Ritchie. Ersetzen wird sie unteranderem der Rechtsvorstand Karl von Rohr und der Risikovorstand Stuart Lewis.

Deutsche Bank: Milliarden-Verluste - 18.000 Jobs gestrichen

Unser Ursprungsartikel vom 07. Juli, 18.00 Uhr: Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank erwartet einen herben Verlust von 2,8 Milliarden Euro, weil der Konzern umgebaut werden soll. Aufgrund dessen müssen rund 18.000 Stellen gestrichen werden, wie die Nachrichtenagenturen AFP und dpa melden.

Milliarden-Verlust der Deutschen Bank - Ausstieg aus weltweitem Aktiengeschäft

Der umfassende Konzernumbau reißt die Deutsche Bank im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen. Einschließlich der Belastungen für die Restrukturierung rechnet Deutschlands größtes Geldhaus nach Angaben vom Sonntag mit einem Verlust von etwa 500 Millionen Euro vor Steuern und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern im Zeitraum April bis Ende Juni. 

Die Deutsche Bank rechnet hingegen nur mit einem Gewinn von 120 Millionen Euro nach Steuern. Um nun die Umstrukturierung des Konzerns zu erreichen, müssen umfassende Maßnahmen getroffen werden. Unter anderem steigt das Haus aus dem weltweiten Aktiengeschäft aus. 

Deutsche Bank: 18.000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs - Wirtschaftsminister äußert sich zuversichtlich

Die Deutsche Bank will außerdem in den kommenden Jahren rund ein Fünftel ihres Personals streichen. Wie der Konzern am Sonntag mitteilte, werden im Zuge des geplanten Umbaus rund 18.000 Stellen abgebaut und die Mitarbeiterzahl bis 2022 auf 74.000 reduziert. Dadurch und durch den Rückzug aus dem Aktiengeschäft will die Bank bis 2022 ihre bereinigten Kosten auf 17 Milliarden Euro senken.

Wie die Welt berichtet, äußert sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der Bild am Sonntag zuversichtlich, dass der Umbau des Finanzhauses gelingen werde. „Die Deutsche Bank spielt in der ersten Liga und muss jetzt die Weichen dafür stellen, dass das so bleibt“, so der 61-Jährige. Damit stehe sie „vor denselben Herausforderungen wie die restliche Wirtschaft auch. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt.“

Peter Altmaier steht momentan jedoch in der Kritik, weil er gegen die Einführung einer CO2-Steuer ist. Wegen dieser Klima-Diskussion erwartet nun ein SPD-Politiker das GroKo-Aus.

dpa/AFP/mef

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