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Münchner Traditionshaus

Dallmayr stellt Kundschaft auf höhere Kaffeepreise ein – „Sonst gefährden wir unsere Existenz“

Dallmayr ist ein Delikatessenhaus in München und eine der bekanntesten deutschen Kaffeemarken.
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Dallmayr: Der traditionsreiche Münchner Feinkosthändler ist bundesweit auch für seinen Kaffee bekannt.

Die Kaffeepreise sind dieses Jahr schon kräftig gestiegen. Und das dürfte nicht das Ende sein, erwartet auch das Münchner Traditionshaus Dallmayr.

München – Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen: Laut Expertenschätzung liegt der jährliche Pro-Kopf-Konsum bei mehr als 160 Liter. Dabei sind die Kaffeepreise zuletzt stark gestiegen – und weitere Erhöhungen stehen wohl noch bevor.

Dallmayr Kaffee: „Müssen die Preissteigerungen weitergeben“

Johannes Dengler, Mitglied der Geschäftsleitung von Dallmayr Kaffee, skizziert im Gespräch mit der Welt die aktuelle Situation. Das Münchner Traditionshaus Dallmayr gehört zu den bekanntesten Kaffeemarken Deutschlands. „Der Kostendruck ist riesig für uns. Wir müssen die Preissteigerungen weitergeben, sonst gefährden wir unsere Existenz“, sagt Dengler der Zeitung. Das liegt nicht nur an den gestiegenen Energiepreisen, sondern auch an der Preisexplosion bei Rohkaffee.

Im vergangenen Jahr legte der Preis für die Kaffeesorte Robusta laut Tagesschau um 71 Prozent zu, der Preis für Arabica sogar um 76 Prozent. Der Hauptgrund war die wegen anhaltender Trockenheit magere Ernte im wichtigsten Exportland Brasilien. Darüber hinaus hätten sich die Ausgaben für Energie in der Kaffeeherstellung teilweise verfünffacht, erklärte Dallmayr gegenüber der Lebensmittelzeitung. „Ich erwarte, dass wir die Kostenanstiege wie in der Vergangenheit grundsätzlich weitergeben können. Das muss immer unser Anspruch sein“, sagte Dengler der Zeitung. Bisher sei dem Unternehmen das allerdings „noch nicht vollständig gelungen“.

Dallmayr Kaffee: Auch Tchibo dreht an der Preisschraube

Die Kaffeeröster benötigen nach Angaben von Dallmayr etwa zwei Euro mehr je 500-Gramm-Packung bzw. Pfund. Noch hätten Supermärkte und andere Einzelhändler die Preissteigerungen aber nicht an die Verbraucher weitergegeben, schreibt die Welt. Denn: Die Einzelhändler würden auf einen Teil der Gewinnmarge verzichten, um den Preiswettbewerb weiter anzuheizen, so die Zeitung. Es sei aber absehbar, dass die Preise bald steigen werden. „Die Preissteigerungen im Markt sind noch nicht komplett bei den Endverbrauchern angekommen“, erklärt Dengler dazu.

Marktführer Tchibo hatte bereits im Februar dieses Jahres seine Preise für Kaffee erhöht – und Anfang Juni noch mal nachgelegt. Das Pfund Kaffee kostet laut Tagesschau je nach Sorte und Herkunftsland seit Ende Februar 0,50 bis 1,30 Euro mehr. Im Vergleich zum Sommer vergangenen Jahres beträgt der Aufschlag sogar zwei Euro.

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