Mögliche Engschädigung

Brüssel will EU-Fischerei vor chaotischem Brexit absichern

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Die britischen Gewässer sind ein wichtiges Fanggebiet für europäische Fischer. Foto: Marcus Brandt

Brüssel (dpa) - Europas Fischer sollen nach dem Willen der EU-Kommission im Falle eines chaotischen Brexits finanziell abgesichert werden.

Falls Flotten aus den übrigen 27 EU-Staaten vorübergehend ihre Aktivitäten in britischen Gewässern einstellen müssten, sollten Entschädigungsgelder bereitstehen, schlug die Brüsseler Behörde vor.

Außerdem sollen die 27 EU-Staaten britischen Schiffen bis Ende 2019 Zugang zu ihren Gewässern gewähren können, vorausgesetzt Großbritannien erlaubt dies ebenfalls. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten den Kommissionsvorschlägen mehrheitlich zustimmen, damit sie in die Tat umgesetzt werden können.

Sämtliche EU-Fischereiminister hatten sich im Dezember auf die Fischfangmengen für die Nordsee und den Atlantik für 2019 geeinigt. Diese Einigung soll nun als Grundlage dienen - auch im Falle eines EU-Austritts Großbritanniens ohne Abkommen.

Großbritannien wird die EU voraussichtlich am 29. März verlassen, ein von der britischen Regierung mit den übrigen 27 EU-Staaten ausgehandeltes Austrittsabkommen fiel im Parlament in London allerdings durch. Im Falle eines ungeregelten Brexits drohen weitreichende wirtschaftliche Schäden.

Die britischen Gewässer sind ein wichtiges Fanggebiet für europäische Fischer. Deutschland fischt etwa einen erheblichen Teil seines Kontingents in britischen Gefilden.

EU-Kommission zu Brexit-Vorbereitungen

Mitteilung EU-Kommission zu Fischerei-Vorbereitungen

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