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Umstrittenes Großprojekt

BayernLB will US-Ölpipeline nicht mehr mitfinanzieren

Kein Geld mehr für die Pipeline „Dakota Access“: Der Vorstandschef der BayernLB, Johannes-Jörg Riegler.
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Kein Geld mehr für die Pipeline „Dakota Access“: Der Vorstandschef der BayernLB, Johannes-Jörg Riegler.

München - Sie soll auf 1800 Kilometer auch durch Flüsse führen und ist deshalb hochumstritten: die US-Ölpipeline „Dakota Access“. Die BayernLB will nun aus der Projekt-Finanzierung aussteigen.

Die BayernLB will sich aus der Finanzierung der geplanten und hoch umstrittenen US-Ölpipeline „Dakota Access“ zurückziehen. Das teilte die Landesbank am Donnerstag am Rande einer nicht-öffentlichen Sitzung des Haushaltsausschusses im Landtag mit, zu der BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler geladen war. 

Die Landesbank habe entschieden, „zum frühestmöglichen Zeitpunkt vertragskonform aus der Finanzierung auszusteigen und für eine zeitnah erwartete Anschlussfinanzierung nicht zur Verfügung zu stehen“, hieß es in einer kurzen Mitteilung des Instituts. 

Pipeline soll durch Reservat der Sioux-Indianer führen

Die etwa 1800 Kilometer lange Pipeline ist hoch umstritten, weil sie unter anderem durch sensible Flussgebiete und ein Reservat der Sioux-Indianer führen soll, die sich gegen den Bau zur Wehr setzen. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte ein kurz vor Abtritt der Vorgängerregierung erlassenes Bauverbot sofort wieder gekippt. Die BayernLB ist an einem internationalen Bankenkonsortium zur Finanzierung der Pipeline beteiligt. Deshalb war sie bei der Landtagsopposition und Umweltgruppen massiv in die Kritik geraten. Aber auch viele der anderen Banken, die nach Angaben von Umweltschützern mittelbar oder unmittelbar an der Finanzierung beteiligt sind, sind mit Protesten konfrontiert, darunter die BNP Paribas, die Citibank, die Bank of America und die Deutsche Bank.

dpa/lby

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