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Stärkung des Tierwohls

Bauern kommen verhalten optimistisch zur Grünen Woche

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied in Berlin. Foto: Ralf Hirschberger
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Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied in Berlin. Foto: Ralf Hirschberger

Berlin (dpa) - Nach zwei Krisenjahren schöpfen die deutschen Bauern vor Beginn der Agrarmesse Grüne Woche wieder Zuversicht. «Man ist wieder verhalten optimistisch, weiß aber, dass die Talsohle noch nicht ganz durchschritten ist», sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied in Berlin.

Die Stimmung habe sich aufgehellt. Positiv wirke, dass der Milchpreis gestiegen sei und auch die Schweinepreise trotz starker Schwankungen nicht mehr auf dem Tiefstand verharrten. Die Getreidepreise dümpelten indes weiter. Auch die deutsche Ernährungsindustrie äußerte sich verhalten optimistisch.

Die Grüne Woche wird am Donnerstagabend eröffnet und steht Besuchern von Freitag an offen. 1650 Aussteller aus 66 Ländern zeigen ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau. Bis zum 29. Januar werden rund 400 000 Besucher erwartet.

Die Messe diene dazu, Fragen der modernen Landwirtschaft und der Tierhaltung intensiv zu diskutieren, sagte Rukwied. Er versprach, die Bauern wollten das Tierwohl stärken und etwa Milchkühen eine längere Lebensdauer gewähren und kaum noch trächtige Rinder schlachten lassen. Verbraucher müssten eine nachhaltige Produktion aber durch höhere Preise honorieren. Der Bauernpräsident sprach sich auch dafür aus, weniger Geflügelschnäbel und Schweineschwänze zu stutzen. Dies dürfe aber nicht zu Strukturbrüchen in der Branche führen.

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