Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mehr Studenten-Förderung

Höhe von "besserem" Bafög noch unklar

Bafög-Fördersatz: Erhöhung noch unklar
+
Die Bundesregierung stellt Bafög-Beziehern eine "Verbesserung" noch in diesem Jahr in Aussicht - der konkrete Betrag ist noch nicht bekannt.

Berlin - Der Bafög-Bericht der Bundesregierung wirft Fragen auf: Zwar ist für 2014 eine Verbesserung des Studienkredits geplant. Von einer Erhöhung ist jedoch nicht konkret die Rede.

Die Bundesregierung will 2014 das Bafög verbessern und dazu Gespräche mit den Ländern aufnehmen. Dies geht aus dem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten 20. Bafög-Bericht der Regierung hervor. Zum Umfang einer Bafög-Erhöhung und Art der angestrebten Verbesserungen werden in dem 55-seitigen Bericht jedoch keinerlei Angaben gemacht. Zuletzt war die Ausbildungsförderung 2010 um 5 Prozent erhöht worden.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) forderte wegen der inzwischen gestiegenen Lebenshaltungskosten eine Erhöhung der Bedarfssätze um 10 Prozent und der Elternfreibeträge um 7,5 Prozent. Auch die Gewerkschaften und Studentenverbände bezeichneten die Reform als „längst überfällig“.

Maximal 670 Euro können Studenten erhalten

Der Bafög-Bericht über die Entwicklung der Lebenshaltungskosten der Studierenden muss von der Regierung alle zwei Jahre vorgelegt werden. Im Schnitt erhält ein förderungsberechtigter Student heute 448 Euro monatlich. 2011 waren dies 452 Euro, im Jahr zuvor erst 436 Euro. Der Förderhöchstsatz für einen nicht mehr bei den Eltern lebenden Studenten beträgt 670 Euro.

Die gewaltige Studienanfängerboom der vergangenen Jahre hat auch die Zahl der Bafög-Empfänger in die Höhe schießen lassen. Mit 630 000 geförderten Studierenden und Fachschülern im Jahresschnitt wird derzeit der höchste Stand seit 30 Jahren erreicht. Entsprechend sind die Bafög-Gesamtausgaben des Staates zwischen 2010 und 2012 von 2,84 Milliarden Euro auf 3,34 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen. Das Bafög wird zu 65 Prozent vom Bund, zu 35 Prozent von den Ländern bezahlt.

Laut Bericht ist allerdings der Anteil unter den Studierenden, die mit Bafög unterstützt werden, wie auch der durchschnittliche monatliche Förderbetrag seit Herbst 2012 rückläufig. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte in einer Erklärung: „Der Bericht zeigt: Eine Weiterentwicklung des Bafög muss kommen. Dafür werden wir unmittelbar die notwendigen Gespräche aufnehmen, die das Ziel haben, zügig eine Novelle vorzulegen.“

Zahl der Bafög-Bezieher geht zurück - Auslands-Bafög dagegen im Wachstum

Positiv hat sich das Auslandsstudium mit Bafög entwickelt. 2012 wurden weltweit fast 54 000 Auslandsaufenthalte deutscher Studierender mit Bafög unterstützt. Das ist ein Viertel mehr als noch 2010.

Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete das Bafög als „unverzichtbaren Bestandteil der Studienfinanzierung“. Für die SPD-Fraktion plädierte Bildungssprecher Oliver Kaczmarek für eine „kontinuierliche Anpassung der Bedarfssätze und Freibeträge“. Der Grünen-Bildungspolitiker Kai Gehring fordere eine Erhöhung und eine grundlegende Reform der Förderkriterien noch in diesem Jahr.

dpa

Kommentare