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Aktienmanipulation: Angeklagter beteuert Unschuld

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Auch ehemalige Mitarbeiter der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger sitzen auf der Anklagebank.

München - Im Prozess um manipulierte Aktienkurse hat der Hauptangeklagte seine Unschuld beteuert. Nach seiner Aussage sollten niemals Leser der Börsenbriefe getäuscht werden.

Der 41-Jährige Ex-Herausgeber von Börsenbriefen, der in dem Verfahren um manipulierte Aktienkurse als Hauptangeklagter gilt, las den Richtern eine seitenlange Erklärung vor, in der er detailliert auf die Vorwürfe gegen ihn einging. “Niemals sollte einer der Leser der Börsenbriefe getäuscht werden“, versicherte er. An alle Aktien, die in den Briefen empfohlen wurden, habe er selbst geglaubt.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Marktmanipulation in 175 Fällen sowie Insiderhandel in 24 Fällen vor. Mit Empfehlungen für Aktien, die er selbst besaß, soll er einen Millionengewinn gemacht haben. Er selbst sprach allerdings von einem Verlust von zwei Millionen Euro. Mit ihm ist auch der ehemalige Vizechef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Markus Straub, angeklagt. Ihm werden aber deutlich weniger Fälle zur Last gelegt. Auch er hatte die Anklagevorwürfe beim Prozessbeginn am Montag zurückgewiesen. Beide Männer sitzen seit Herbst 2010 in Untersuchungshaft.

lby

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