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Teuere Frequenzen

5G-Versteigerung mit so vielen Auktionsrunden wie nie zuvor

Die 5G-Frequenzen sind inzwischen teurer als erwartet. Foto: Oliver Berg
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Die 5G-Frequenzen sind inzwischen teurer als erwartet. Foto: Oliver Berg

Mainz (dpa) - Die Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland zieht sich weiter in die Länge.

Am Mittwochnachmittag summierten sich nach Angaben der Bundesnetzagentur die Höchstgebote auf 5,526 Milliarden Euro nach 231 Runden - so viele Bieterrunden gab es noch nie bei einer Mobilfunkauktion in Deutschland. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2010 lag bei 224 Runden.

Damals kamen aber nur 4,385 Milliarden Euro in die Staatskasse. Damals konkurrierten ebenfalls vier Wettbewerber um Frequenzblöcke, allerdings übte sich der später von Telefónica/O2 übernommene Provider E-Plus eher in Zurückhaltung und gab relativ wenig Geld aus.

Die jetzige Nummer vier hinter den drei etablierten Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica, der Neuling Drillisch, erweist sich beim aktuellen Wettbieten hingegen als ausgabefreudig und sorgt mit dafür, dass sich die Preise in die Höhe schrauben.

Am Mittwoch zog Drillisch das Auktionstempo an und überbot den Konkurrenten Telefónica auf fünf Blöcken - ein ungewöhnlicher Schritt und wohl ein Signal an die Wettbewerber, dass man noch tiefer in die Tasche könne als bisher. In den Runden davor und danach ging es hingegen nur im Schneckentempo voran - es gab also jeweils nur ein neues Höchstgebot auf einen Block.

Die Frequenzen sind inzwischen teurer als erwartet: Externe Fachleute waren nur von Staatseinnahmen von 3 bis 5 Milliarden Euro ausgegangen. Mit dem Geld will der Bund den Glasfaser-Ausbau auf dem Land und andere Breitband-Angebote fördern. Die Ausbauauflagen für die Netzbetreiber sind streng. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie wichtige Verkehrsstrecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden.

225. Auktionsrunde

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