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„Die Zeit ist super knapp“

Snowboarderin Kober nach OP: Olympia-Teilnahme wäre „Wunder“

Amelie Kober
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Amelie Kober.

Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang werden höchstwahrscheinlich ohne Snowboarderin Amelie Kober stattfinden. Eine Teilnahme bezeichnet sie als „Wunder“.

Stuttgart - Snowboarderin Amelie Kober rechnet sich nach ihrer Sprunggelenks-Operation nur geringe Chancen auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang aus. „Da muss man schon mit realistischen Erwartungen rangehen. Es wäre eher ein Wunder, wenn es klappen würde“, sagte die zweimalige Medaillengewinnerin bei Winterspielen der Deutschen Presse-Agentur.

Ihrem Behandlungsplan sei sie zwar um „einiges voraus“, sagte die 30-Jährige. „Nichtsdestotrotz ist die Zeit natürlich super knapp. Wenn alles ganz optimal verlaufen würde, hätte ich noch zwei oder drei Weltcups, aber da darf halt gar nichts schiefgehen bis dahin.“

Kober, die 2006 Olympia-Silber in Turin und 2014 Bronze in Sotschi gewonnen hatte, verletzte sich vor einem Monat bei einem Trainingssturz am linken Sprunggelenk. Anschließend waren Knochenteilchen verschraubt oder entfernt worden. Die Mutter eines Sohnes hatte zuletzt bereits zwei komplette Winter verletzungsbedingt verpasst. „Die Hoffnung ist sehr, sehr groß, dass ich zumindest den Weltcup fahren kann“, sagte sie nun.

Für die Olympia-Qualifikation müsste die Fahrerin aus Miesbach die internationalen Kriterien erfüllen und sich zudem auch gegen starke, junge Konkurrentinnen im eigenen Team durchsetzen. Nur vier Fahrerinnen pro Nation dürfen im Februar beim Saisonhöhepunkt in Südkorea antreten. Am Donnerstag starten die Raceboarder im italienischen Carezza in die Weltcup-Saison.

dpa