Norweger sprach bereits mit Freundin und Mama

Tande nach Horror-Sturz aus künstlichem Koma geholt: „Er ist jetzt wach und atmet selbst!“

Daniel Andre Tande Skispringen Unfall Planica
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Der Skispringer Daniel Andre Tande ist beim Probedurchgang in Planica schwer verunglückt.

Planica/Ljbuljana - Dieser Horror-Sturz hatte die Sportwelt in Schock versetzt: Nach dem schweren Unfall am Donnerstag (25. März) beim Skifliegen in Planica wurde beim schwer gestürzten norwegischen Springer Daniel Andre Tande inzwischen der Aufwachprozess aus dem künstlichen Koma eingeleitet. Am Montagmorgen gab es weitere gute Nachrichten.

Update, 29. März, 11.30 Uhr - Tande aus Koma erwacht

Der norwegische Skispringer Daniel André Tande ist nach seinem schweren Sturz beim Skifliegen in Planica aus dem künstlichen Koma aufgewacht. „Der heutige Tag hat bestmöglich begonnen - mit dieser Nachricht von unseren guten Freunden in Slowenien: Daniel ist aufgewacht und redet jetzt mit seiner Mutter und seiner Freundin“, teilte der Sportchef der norwegischen Skispringer, Clas Brede Braathen, am Montagmorgen via Twitter und gegenüber verschiedenen norwegischen Medien mit, darunter die Nachrichtenagentur NTB und die Zeitung „Verdens Gang“. „Er ist bei vollem Bewusstsein und alles ist gut“, so Braathen weiter.

Auch vom norwegischen Skiverband kamen am Morgen sehr positive Signale. „Im Laufe der Nacht hat es große Fortschritte bei Daniels Situation gegeben“, wurde die Teamärztin der norwegischen Skispringer, Guri Ranum Ekås, in einer Verbandsmitteilung zitiert. „Er ist jetzt wach und atmet selbst.“ Gegen 6 Uhr sei er vom Beatmungsgerät genommen worden. „Alles ist gut gelaufen“, hieß es abschließend.

Update, 28. März, 12.55 Uhr - Aufwachprozess eingeleitet

Nach seinem schweren Sturz beim Skifliegen in Planica wird Skispringer Daniel André Tande langsam aus dem künstlichen Koma geholt. Der Aufwachprozess habe am Samstag (27. März) begonnen, sei aber ein zeitaufwendiger Prozess, teilte der norwegische Skiverband am Sonntagvormittag (28. März) mit. Der 27-Jährige werde weiterhin im Universitätskrankenhaus in Ljubljana behandelt, Norwegens Sportchef Clas Brede Braathen sei während des Aufwachvorgangs bei ihm.

Die Situation bei Daniel ist stabil“, erklärte die Teamärztin der norwegischen Skispringer, Guri Ranum Ekås. Es seien Nachuntersuchungen gemacht worden, um einen bestmöglichen Aufwachprozess aus dem Koma zu gewährleisten. „Mit dem Prozess ist keine Dramatik verbunden“, wurde die Ärztin vom Skiverband zitiert.

Die Erstmeldung:

Alles läuft wie geplant“, wurde die Teamärztin der norwegischen Skispringer, Guri Ranum Ekås, am Samstagmorgen (27. März) in einer Mitteilung des nationalen Skiverbandes zitiert. Stabile Körperfunktionen, ein gutes Ansprechen auf die Behandlung sowie zufriedenstellende neue Untersuchungen am Vorabend bedeuteten, dass man ihn schrittweise aus dem Koma holen könne. Tande werde weiter im Universitätskrankenhaus in Ljubljana behandelt, Norwegens Sportchef Clas Brede Braathen werde bei ihm sein, hieß es weiter.

Braathen äußerte sich ebenfalls zuversichtlich: „Es sieht sehr vielversprechend aus“, sagte er im ZDF und lobte die Betreuung seines Athleten. Er sagte jedoch auch: „Bevor wir ganz sicher sind, wenn er aufwacht, haben wir natürlich ein bisschen Angst.Tandes Springer-Kollegen zeigten sich nach dem Unglück geschockt. „Man vergisst es immer wieder, das ist eine Riesenschanze. Das ist lebensgefährlich. Ich hoffe, dass er wieder unter den Lebenden ist und dass er keine Schäden davonträgt“, hatte beispielsweise der deutsche Top-Athlet Karl Geiger gesagt.

Tande im Schanzenauslauf intubiert und beatmet

Tande war beim Skifliegen in Planica im Probedurchgang am Donnerstag nach nur 78 Metern aus großer Höhe heftig auf dem Boden aufgeschlagen. Anschließend war der 27-Jährige völlig regungslos den extrem steilen Hang hinuntergerutscht und im Auslauf zum Liegen gekommen. Der Norweger musste noch an der Schanze „intubiert und mechanisch beatmet“ werden, ehe er mit einem Hubschrauber in eine Klinik in der Haupstadt Ljbuljana geflogen werden konnte. Dort wurde er ins künstliche Koma versetzt, um sein Gehirn zu entlasten. Auch chiemgau24.de hatte bereits darüber berichtet.

Nach den beiden Einzelspringen am Donnerstag und Freitag wurde das Saisonfinale der Skispringer am Samstag übrigens mit einem Team-Event fortgesetzt. chiemgau24.de berichtete im Liveticker.

mw/dpa

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