Neuner und Co.: Cool und entspannt Richtung WM

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Andrea Henkel (l.) und Magdalena Neuner fahren entspannt zur WM

Ruhpolding - Die deutschen Biathleten bereiten sich in Ruhpolding auf die WM in Chanty Mansijsk vor. Auch die entspannte Atmosphäre im Mannschaftshotel kann nicht über die volle Konzentration hinwegtäuschen.

In Gesundheitslatschen und mit einem entspannten Lächeln im Gesicht kommt Magdalena Neuner ins Kaminzimmer des deutschen Mannschaftshotels in Ruhpolding geschlendert. „Wir waren diese Woche alle zusammen im Kino, wann gab es das zum letzten Mal“, erzählt sie. Die deutschen Biathleten sind halt eine große Familie, und „da gehört das eben auch mal dazu. Ein wenig Abwechslung kann nicht schaden.“

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Die Stimmung im WM-Trainingscamp Ruhpolding ist gut, der Teamgeist wird gestärkt, dabei die Vorbereitung auf die WM vom 3. bis 13. März im fernen Chanty Mansijsk keinesfalls außer Acht gelassen. „Die Einheiten sind schon hart“, sagt Doppel-Olympiasiegerin Neuner, die an ihren hohen Zielen bei der WM keinen Zweifel lässt: „Ich hab ja schon sieben Goldmedaillen, aber es dürfen auch gerne zehn sein.“

Wenn sie nicht gerade ins Kino gehen, lenken sich die Athleten in der knapp bemessenen Freizeit in Ruhpolding mit anderen Dingen ab. Magdalena Neuner beantwortet ausführlich ihre Fanpost, Sabrina Buchholz kritzelt gerne rum und malt dabei Bilder, „die ich danach immer mal wieder verwenden kann“. Zum Beispiel als weiteres Tattoo neben den beiden am Oberarm und auf dem Rücken.

Unter dem Strich kann das entspannte Ambiente im deutschen Quartier nicht über die Konzentration der DSV-Athleten hinwegtäuschen - alle sind voll fokussiert auf die WM und fiebern den Wettkämpfen entgegen. Auch Andrea Henkel, die als Nummer eins der aktuellen Weltcup-Wertung in den sibirischen Eisschrank reist, formuliert ihre Ambitionen sehr eindeutig: „Zwei Medaillen, ganz klar. Und es wäre schön, wenn ich nach der WM auch noch das gelbe Leibchen (der Weltcupführenden, d. Red.) tragen würde.“

Nicht nur die Frauen peilen Medaillen an, sondern auch die Männer um Michael Greis und Arnd Peiffer sind in guter Verfassung und wollen bei der Jagd nach Edelmetall eine möglichst entscheidende Rolle spielen. „Die Form stimmt, die Kurve geht nach oben“, sagt Peiffer, nach seinem Erfolg im Sprint von Presque Isle/USA der bislang einzige deutsche Weltcupsieger in dieser Saison: „Ich möchte auf jeden Fall eine Medaille aus Chanty mitnehmen. Welche Farbe, ist egal, und es ist auch egal, ob es im Einzel oder in der Staffel ist.“

Die gute Laune vergeht den deutschen Skijägern auch nicht beim Gedanken an die extremen Temperaturen in Sibirien. „Es wird zwar erstmal eine Umstellung sein, aber nach ein, zwei Tagen hat man sich daran gewöhnt.“ Das durchaus moderate Wetter in Ruhpolding sei bei der Vorbereitung durchaus von Vorteil, sagt Peiffer: „Wenn es hier auch schon so kalt wäre, wären die Einheiten doch sehr zehrend.

Zu den elf DSV-Athleten, die zurzeit in Ruhpolding trainieren, stößt vor dem Abflug nach Russland am Montag ein weiterer deutscher Skijäger hinzu. „Entweder Erik Lesser (Frankenhain) oder Florian Graf (Eppenschlag)“, sagt Männer-Trainer Mark Kirchner. Die beiden sind derzeit noch bei den Europameisterschaften im italienischen Ridnaun im Einsatz.

Das deutsche Aufgebot für die Biathlon-Weltmeisterschaften:

Tina Bachmann (SG Stahl Schmiedeberg), Sabrina Buchholz (WSV Oberhof 05), Miriam Gössner (SC Garmisch), Andrea Henkel (SV Großbreitenbach), Kathrin Hitzer (SC Gosheim), Magdalena Neuner (SC Wallgau), Andreas Birnbacher (SC Schleching), Daniel Böhm (SC Buntenbock), Michael Greis (SK Nesselwang), Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld), Christoph Stephan (WSV Oberhof 05)

sid

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