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Neuanfang mit alten Köpfen

Langen und Müller bleiben Cheftrainer

Christoph Langen
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Christoph Langen

Berchtesgaden - Das große Stühlerücken im Bob- und Schlittensportverband für Deutschland ist nach Sotschi ausgeblieben. Trotz der schlechten Ergebnisse bleiben die Cheftrainer im Amt.

Neuanfang mit alten Köpfen: Christoph Langen und Jens Müller bleiben trotz der unbefriedigenden Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Cheftrainer für Bob und Skeleton. Bei einer Präsidiumssitzung des Bob- und Schlittensportverband für Deutschland (BSD) wurden die beiden langjährigen Verantwortlichen ebenso in ihren Ämtern für den nächsten Olympia-Zyklus bis 2018 bestätigt wie der Goldschmied der Rodler, Norbert Loch.

Besonders im Bob wurde die Analyse der Saison und die Benennung der Defizite und Mängel, die zu den desaströsen Ergebnissen in Sotschi geführt hatten, mit Spannung erwartet. Die offensichtlichen Rückstände im athletischen Bereich sollen künftig durch zentrale Maßnahmen in der Saisonvorbereitung behoben werden. So soll es den ersten Athletiktest bereits im Mai geben. Es folgt ein Einzelstart-Test im August und danach vermehrt Teamstarts mit zentralen Wettkämpfen.

Verantwortlich dafür zeichnet weiter Christoph Langen, der sich jedoch wieder mehr mit den Heimtrainern verbinden wird. "Unsere Top-Teams kommen derzeit vor allem aus Sachsen und Thüringen, daher betrifft es vor allem Gerd Leopold und Matthias Trübner. Ich verspreche mir von der Einbindung der beiden Trainer eine Verbesserung im Athletikbereich und die Möglichkeit, schneller und intensiver auf individuelle Dinge, wie beispielsweise Verletzungen, reagieren zu können", betonte Langen.

Er kündigte außerdem an, dass er sich aus dem FES-Projekt zur Bobentwicklung selbst heraus nimmt und dafür einen Projektleiter einsetzen wird. Die Gesamtorganisation und Leitung des Europacup-Teams wird Matthias Höpfner übernehmen. Er wird auch Ansprechpartner für die Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte und Projektleiter bei der Bobentwicklung gemeinsam mit dem Institut in Berlin.

Im Skeleton will Müller die Struktur ändern. Mit einem zweiten Nachwuchssystem, das außer den Umsteigern vom Rennrodeln außerdem auch Neueinsteiger mit Schnellkraft-Talent und der nötigen Risikobereitschaft fördern wird, soll die Rückkehr in die Weltspitze geschafft werden. Nach dem erfolgreichen Vorbild der Rennrodler soll es für diese Neueinsteiger und Talente eine Art B-Team als Anschlusskader geben.

dpa