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Letzter Test vor den Olympischen Spielen

Drei Inzeller Eisschnellläufer bei der EM: Joel Dufter knapp an der Medaille vorbei

Joel Dufter lieferte in Heerenveen gute Leistungen ab, wurde aber nicht mit einer EM-Medaille belohnt.
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Joel Dufter lieferte in Heerenveen gute Leistungen ab, wurde aber nicht mit einer EM-Medaille belohnt.

Der letzte Test vor den Olympischen Spielen hat gepasst: Der Inzeller Eisschnelläufer Joel Dufter überzeugte bei der Europameisterschaft in Heerenveen. Eine Eisschnellläuferin hofft noch auf die Qualifikation für Peking.

Heerenveen – Für den Inzeller Joel Dufter war der Start bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften in Heerenveen ein letzter sportlicher Test vor den Olympischen Spielen in Peking. Am Start vom DEC Inzell waren auch Katja Franzen und Leia Behlau. Letztere könnte mit viel Glück noch ein Ticket für die Spiele erobern.

Bei drei Starts jeweils Top 10-Plätze

Für Joel Dufter gab es bei drei Starts jeweils Top10-Plätze. Über 1000 Meter kam der 26-jährige in 1:08,69 Sekunden auf den fünften Platz. Über die 500-Meter-Strecke reichte es in 34,95 Sekunden zum siebten Platz, zu einer Medaille fehlten Dufter zwei Zehntelsekunden. Noch knapper ging es im Teamsprint zu: Nico Ihle, Moritz Kern und Dufter mussten sich mit Rang vier hauchdünn dem Team aus Polen geschlagen geben.

„Es war ein solides Wochenende mit der Tendenz klar nach oben“, meinte der Inzeller in seinem Fazit. Vor allem über 1000 Meter stellte er fest, dass es in die richtige Richtung gehe. Zuletzt lagen seine Stärken eher auf den 500 Metern, die er eigentlich nicht so gerne mag wie die doppelte Distanz. „Die 500 waren sehr eng, leider habe ich auf den ersten 200 Metern einiges liegengelassen, danach lief es sehr gut“, sagt er.

Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten bis Peking

Luft nach oben besteht nach Worten des Sportlers im nicht-olympischen Teamsprint. „Wir haben einiges ausprobiert, leider hat uns am Anfang der Speed gefehlt. Wichtig ist aber, dass das Training mit den Norwegern passt. Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten bis Peking“, meint Dufter.

Positives Fazit von Leia Behlau

Ein positives Fazit hat Leia Behlau mit ihren Ergebnissen bei der EM in den Niederlanden gezogen. Sie war dreimal am Start und lieferte im direkten Duell mit Claudia Pechstein über 3000 Meter ein beherztes Rennen ab. Am Ende musste die die erfahrene Läuferin doch noch ziehen lassen. Für Behlau blieb der neunte Platz in 4:14,20 Minuten, Pechstein wurde siebte. „Da habe ich meine Flachland-Bestzeit um fast drei Sekunden verbessert“, freute sich die 25-Jährige. Über 1500 Meter gelang ihr mit 1:59,51 Minuten ebenfalls eine Steigerung.

#„Das war in Europa meine erste Zeit unter zwei Minuten“, stellte sie zufrieden fest. Mit dem Damenteam war es ihrer Ansicht nach schon ein Erfolg, als eines der sechs besten Teams Europas zulaufen. Am Ende wurde es der fünfte Platz. „Wir haben dennoch viel Arbeit in den nächsten Jahren vor uns, um an die Weltspitze anzuknüpfen“, stellte sie fest. Ob es für sie noch für Olympia klappt, wird sich wohl nächste Woche bei der endgültigen Nominierung entscheiden.

Katja Franzen mit dem vierten Platz im Teamsprint

Knapp an einer Medaille vorbei lief Katja Franzen mit dem vierten Platz im Teamsprint. „Mit mehr Übung und Abstimmung wäre eine Medaille möglich gewesen. Ich sehe da viel Potenzial für die WM, wenn wir den Lauf besser einstellen“, so die 32-Jährige. Immerhin war Franzen froh, nach der krankheitsbedingten Vorsaison wieder den internationalen Anschluss geschafft zu haben. Sie schloss die 500 und 1000 Meter jeweils mit dem zwölften Platz ab. „Die Läufe waren nicht fehlerfrei, trotzdem bin ich alles in allem zufrieden“, so die Sportlerin.

Zweiter Deutschlandcup in Inzell

Während in Heerenveen um die Europameisterschaft gelaufen wurde, stand in der Inzeller Max-Aicher-Arena der zweite Deutschlandcup auf dem Programm. Unter anderem nutzte die österreichische Spitzenläuferin Vanessa Herzog die Gelegenheit und gewann über die 500 und 1000 Meter. Für den Inzeller Nachwuchs war der Wettbewerb Gelegenheit zur Vorbereitung auf den Junioren-Weltcup und die Junioren-Weltmeisterschaft in Innsbruck.

Die jüngeren Athleten mussten ihre Kadernormen erfüllen. Das gelang nach dem verantwortlichen Stützpunkttrainer Andreas Kraus. Mit den Leistungen von Maxi Patz, Stina Letteboer, Julia Geutner, Maira Jasch, Isabel Kraus und Julia Bachl sowie Leonie Mayrhofer war der Inzeller Trainer sehr zufrieden.

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