Blaumeisen im Fokus

Vogelzählaktion im Mai - hohe Beteiligung wegen Corona?

Eine Kohlmeise sitzen an einem Meisenknödel. Beim Nabu gehen derzeit viele Meldungen über kranke und tote Vögel ein. Foto: Boris Roessler/dpa
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Eine Kohlmeise sitzen an einem Meisenknödel. Beim Nabu gehen derzeit viele Meldungen über kranke und tote Vögel ein. Foto: Boris Roessler/dpa

Berlin (dpa) - Der Naturschutzbund (Nabu) ruft in Deutschland wieder zur großen Vogelzählung auf. Bei der Aktion "Stunde der Gartenvögel" sollen Naturliebhaber zwischen dem 8. und 10. Mai eine Stunde lang das Treiben im Garten oder auf dem Balkon beobachten und die Zahl der gesichteten Vögel melden.

Wie der Nabu am Freitag mitteilte, hätten wegen der Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Krise mehr Menschen wieder die Natur vor der eigenen Haustür schätzen gelernt. Man hoffe, dass sich dies in einer besonders hohen Beteiligung niederschlage. Voriges Jahr machten demnach mehr als 76.000 Menschen mit.


Besonders interessiert sich der Nabu dieses Mal für Blaumeisen: Diese seien derzeit in Teilen Deutschlands von einem "Massensterben aufgrund einer bisher unbekannten Krankheit bedroht". Vor rund einer Woche hatte der Nabu von dem Phänomen berichtet und die Bevölkerung um Hinweise gebeten. "Innerhalb von nur sechs Tagen über das Osterwochenende haben wir bereits 10 000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Meisen erhalten", bilanzierte Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Mit Ergebnissen von Laboruntersuchungen bei tot gefundenen Blaumeisen sei circa übernächste Woche zu rechnen.

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Meisensterben

Laut dem Nabu Hessen ist ein Bakterium schuld am Meisensterben. Es löst bei den Tieren eine Lungenentzündung aus. 

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