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Neue Forschungsergebnisse

Viele frühere Klimaveränderungen geschahen nur regional

Ausgetrocknetes Flussbett der Schwarzen Elster bei Senftenberg in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul
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Ausgetrocknetes Flussbett der Schwarzen Elster bei Senftenberg in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul

Bern (dpa) - Wissenschaftler in Bern haben eines der gängigsten Argumente gegen den menschengemachten Klimawandel stark geschwächt.

Klimaschwankungen gab es auch schon früher, heißt es oft mit Verweis auf die Kleine Eiszeit oder die Mittelalterliche Warmzeit in den vergangenen Jahrhunderten. Insofern sei die jüngste Klimaerwärmung eine natürliche Erscheinung und nichts Alarmierendes. Das Team um Raphael Neukom von der Universität Bern verweist im Journal «Nature» nun aber auf einen erheblichen Unterschied: Außerhalb des derzeitigen rapiden Temperaturanstiegs hätten Klimaschwankungen in den vergangenen zwei Jahrtausenden nie auf der ganzen Welt gleichzeitig stattgefunden.

Als ein Beispiel nennen die Autoren die Kleine Eiszeit vom 15. bis 19. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert hätten die tiefsten Temperaturen im Zentral- und Ostpazifik geherrscht, im 17. Jahrhundert in Nordwesteuropa und dem südöstlichen Nordamerika und im 19. Jahrhundert in anderen Weltregionen. «Im Gegensatz dazu sehen wir, dass die wärmste Periode der vergangenen zwei Jahrtausende im 20. Jahrhundert auf 98 Prozent der Erde stattfand», schreiben sie.

Der Geografieprofessor Scott George von der Universität Minnesota (USA) resümiert in einem zugehörigen Kommentar: «Die gängige Maxime, dass das Klima sich immer ändert, stimmt mit Sicherheit. Aber selbst, wenn wir in unserer Perspektive bis in die frühen Tage der Römischen Kaiserzeit zurückgehen, können wir kein Ereignis erkennen, dass in Grad oder Ausmaß der Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte auch nur annähernd entspricht.»

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