Vergleich: Das iPad 2 und sein größter Konkurrent

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Das iPad 2 gibt es in Schwarz und Weiß mit vielen bunten Hüllen

München - Vergangene Woche war iFeiertag für alle Apple-Fans - das iPad 2 ist da! Wir zeigen, was der neue Tablet PC drauf hat und ziehen einen Vergleich mit dem größten Konkurrenten.

Das iPad 2 ist da. Und, noch viel wichtiger: Der erkrankte Apple-Boss Steve Jobs hat das neue iPad, das am 25. März in Deutschland erscheint, auf der Bühne in San Francisco höchstpersönlich vorgestellt. Vor Kurzem noch beinahe totgesagt, wirkte „Mr. Mac“ zwar spindeldürr, aber quicklebendig. Er schwärmte: „Wow – das ganze neue Zeug haut mich um. 2011 wird das Jahr des iPad 2.“

Das ist das iPad

Apple-Faszination "iPad"

Das neue iPad (kommt von Beginn an in Schwarz und erstmals auch in Weiß) bietet technisch einige Neuigkeiten. Es ist 33 Prozent dünner als bisher – nur noch 8,8 statt 13,4 Millimeter. Das ist sogar schmaler als das iPhone 4 (9,3 Millimeter). Jobs: „Es fühlt sich völlig anders an als bisher.“

Die wichtigsten Details: Apple-A5-Prozessor mit zwei Kernen, doppelt so schnell wie bisher. Grafik-Hardware laut Apple neunmal schneller. Zwei Kameras, vorne für Videochats, hinten für Schnappschüsse und HD-Videos. Trotzdem soll der Akku des iPad 2 weiterhin zehn Stunden durchhalten. Zudem bekommt es einen HDMI-Videoausgang zum Anschluss an den Fernseher, im Top-Bildformat 1080p. Apps laufen dann auch auf dem TV-Gerät.

Besonders überzeugend waren in San Francisco zwei neue Apps für jeweils rund 5 Euro, die Apple gleich zum Start fürs iPad 2 bringt – die Videoschnittsoftware iMovie und das Musikprogramm GarageBand, mit dem Sie Musik machen und auf acht Spuren aufnehmen können. Jobs euphorisch wie eh und je: „Jeder kann Musik machen!“ Dafür gibt es das Lernprogramm Smart Instruments.

In den USA ist das iPad 2 bereits diesen Freitag zu haben. In Deutschland können Sie es momentan noch nicht bestellen – den Bestelltermin und die Preise gibt Apple in den nächsten Tagen bekannt. Sie können aber davon ausgehen, dass sich die bisherigen Preise (je nach Modell 499 bis 799 Euro) nicht wesentlich verändern werden. Tipp für Schnäppchenjäger: Fürs alte iPad hat Apple die Preise jetzt um gut 100 Euro auf 379 bis 699 Euro gesenkt.

Das ist der größte Konkurrent: Motorola Xoom

Der größte iPad-Konkurrent steht ebenfalls bald in den Läden – aufs Tablett gebracht von der Telekom! Das Motorola Xoom, das Super-Tablet der CeBIT vergangener Woche in Hannover, ist ab Ende April in Deutschland exklusiv bei T-Mobile zu haben. Und es bietet jede Menge Funktionen, die auch dem iPad 2 fehlen. Die tz „xoomt“ sich ran, stellt das brandneue Motorola vor.

Software: Das Xoom ist der erste Tablet-Rechner, der mit Googles neuem Betriebssystem Android 3.0 arbeitet, das exklusiv für solche iPad-Konkurrenten entwickelt wurde. Vorteile: Der Startbildschirm bietet mit großen Informationselementen (Widgets) viel mehr News als die starren App-Symbole auf dem iPad. Sie können sich fünf verschiedene Startbildschirme einrichten und per Klick auswählen – zum Beispiel mit Büro-Apps für die Arbeit und Spielen für die Freizeit. Aber: Ganz so leicht und unkompliziert wie das iPad ist Android 3.0 laut ersten Tests aus den USA noch nicht zu bedienen.

Hardware: Der Bildschirm des Xoom ist minimal größer als am iPad: 10,1 statt 9,7 Zoll. Zudem ist die Auflösung etwas höher: 1280 x 800 Pixel. Eine 5-Megapixel-Kamera ist ebenso eingebaut wie ein SD-Kartenplatz für mehr Speicher (32 GB sind Standard) und ein USB-Anschluss für Drucker oder Digitalkameras.

Preis: Drei Monate lang gibt es das Xoom zunächst exklusiv bei der Telekom. Die UMTS-Version zum Unterwegs-Surfen kostet 700 Euro ohne Vertrag – genauso viel wie bisher das iPad mit 32 GB Speicher. Mitte des Jahres kommt zudem eine günstigere Variante ohne UMTS.

Fazit: Ein Top-Gerät – denn es muss nicht immer Apple sein! Aber: Fürs iPad gibt es mittlerweile 65 000 Apps aus allen Bereichen, fürs Xoom und das nagelneue Android 3.0 bisher allenfalls 100. Ein Riesenhandicap!

Jörg Heinrich

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