Zweijähriger voller Nadeln: OP verschoben

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Mit rund 40 Nähnadeln im Körper ist ein Zweijähriger wochenlang von seinem Stiefvater gequält worden.

São Paulo - Der Zweijährige mit rund 40 Nähnadeln im Körper ist wochenlang von seinem Stiefvater gequält worden. Drei bis vier Nadeln habe er in regelmäßigen Abständen in den Körper des Jungen gestochen.

Nach brasilianischen Medienberichten vom Freitag brachte Roberto M. den Jungen mehrmals in das Haus einer Frau, die Schwarze Magie praktizieren soll.

Die Ärzte im nordöstlichen Bundesstaat Bahia wollen das Kind operieren. Allerdings hat sich eine der Nadeln in der Nähe des Herzens entzündet, weshalb der Eingriff verschoben wurde. Der Stiefvater, mit dem die Mutter des Jungen erst seit sechs Monaten zusammenlebt, wollte sich mit den Taten wahrscheinlich rächen. Es habe irgendein Missverständnis zwischen Roberto und der Mutter des Jungen gegeben und er habe Vergeltung üben wollen, sagte ein Polizeibeamter.

Junge hat bei den Sitzungen immer geweint

Der 30-Jährige kaufte die Nadeln in einem Geschäft und brachte sie dann ins Haus der Frau, mit der er ein Verhältnis gehabt haben soll. Der Junge habe bei den Sitzungen immer geweint und geschrien und er habe ihm Bonbons versprochen, damit er aufhöre, sagte der mutmaßliche Täter laut lokalen Medienberichten aus Bahia. Motiv der Tat dürfte nach bisherigen Erkenntnissen eine Mischung aus Beziehungsproblemen und Ritualen Schwarzer Magie sein.

In Bahia gibt es traditionell den höchsten Anteil an Bevölkerung mit afrikanischen Wurzeln. Dort sind auch die afro-brasilianischen Religionen Candomblé und Macumba verbreitet. Ein brasilianischer Anthropologe warnte jedoch in einer Zeitung vor voreiligen Schlüssen: “Im Candomblé gibt es solche Praktiken mit Nadeln nicht.“

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