Zwei britische Irak-Geiseln tot

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London - Zwei von fünf Briten, die 2007 im Irak entführten wurden, sind tot. Den britischen Streitkräften wurden laut Regierungsangaben die Leichen der beiden Opfer übergeben.

Bei den Toten handele es sich um zwei Leibwächter, die bei einer kanadischen Sicherheitsfirma angestellt waren, teilte das Außenministerium in London am Sonntag mit. Außenminister David Miliband sagte, man fürchte jetzt um das Leben der anderen drei Männer. Bislang sei alles versucht worden, um die Freilassung der fünf Männer zu erreichen, erklärte Miliband am Samstag. Die jüngste Entwicklung sei schmerzlich.

In seiner Erklärung deutete Miliband an, dass die Opfer schon längere Zeit tot sind. Über die Todesumstände war zunächst nichts bekannt. Premierminister Gordon Brown forderte die sofortige Freilassung der übrigen drei Geiseln. Er stehe deswegen in Kontakt mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki, sagte Brown am Sonntag in London. Er sprach den Angehörigen der beiden Toten sein Mitgefühl aus.

Berichte über Selbstmord einer Geisel

Die fünf Briten waren am 29. Mai 2007 vor dem Finanzministerium in Bagdad von schwer bewaffneten schiitischen Aufständischen entführt worden. Bei den Geiseln handelte es sich um einen Berater für Kommunikationstechnik, Peter Moore, und seine vier bewaffneten Begleiter. Seitdem waren die Geiseln mehrmals auf Videos zu sehen. Über die Bemühungen zu ihrer Freilassung machte die Regierung bislang kaum Angaben.

Im vergangenen Jahr berichtete eine britische Zeitung, eine der Geiseln habe Selbstmord begangen. Das wurde aber nie bestätigt. Im März tauchte bei der britischen Botschaft wieder ein Video mit Moore auf, was den Angehörigen der Geiseln Hoffnung machte.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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