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Diese Regeln gelten in anderen Ländern

Winterurlaub während Omikron: 2G-Plus, Quarantäne, Masken im Freien oder gar keine Maßnahmen

Skifahren, Urlaub am Strand und Partys feiern in Corona-Zeiten?  In vielen Ländern gelten wieder verschärfte Regeln, aber nicht überall.
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Skifahren, Urlaub am Strand und Partys feiern in Corona-Zeiten? In vielen Ländern gelten wieder verschärfte Regeln, aber nicht überall. (Symbolbilder)

In Österreich gilt wie in Deutschland eine frühe Sperrstunde. In Griechenland müssen alle Tavernen um Mitternacht schließen. In Italien gilt die Maskenpflicht auch im Freien. In England dagegen kann man in Pubs und Discos fast problemlos feiern. Viele Länder ziehen angesichts der Omikron-Welle die Reißleine. Doch längst nicht alle.

Europa/USA - Die hochansteckende Virusvariante Omikron treibt die Corona-Zahlen in vielen Regionen der Welt nach oben. Die Bundesregierung stuft inzwischen Dutzende Staaten wieder als Hochrisikogebiete ein. Seit kurzem fallen auch die Urlaubsländer Spanien und Portugal sowie die USA erneut in diese Kategorie. Risikogebiete werden seit dem 1. August 2021 nur noch in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Das Entfallen der Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete bedeute laut RKI allerdings nicht, dass für diese Gebiete kein Risiko mehr besteht. Es bestehe vielmehr weltweit ein relevantes erhöhtes Infektionsrisiko.

Angaben des RKI zufolge gilt aufgrund der zunehmenden weltweiten Verbreitung von leicht übertragbaren SARS-CoV-2-Varianten eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass Personen ab 6 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen.

Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat. Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eine spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht zu beachten. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Viele Regierungen auf der gesamten Welt haben die jeweiligen Corona-Regeln unter dem Eindruck der Omikron-Welle bereits wieder verschärft. In vielen Ländern gelten 2G, Maskenpflicht sogar im Freien und Sperrstunden. Generell sollte man sich vor Einreise in ein anderes Land über die Bestimmungen auf der Seite des Auswärtigen Amtes informieren und die Vorschriften befolgen. Ein Überblick:

Österreich

Zum Leidwesen von Gastronomie und Hotellerie ist die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt worden. Auch an Silvester gab es anders als in Bayern keine Ausnahme. Ansonsten gelten weiter die bekannten Hürden bei der Einreise. Wer keine Auffrischungsimpfung hat, muss einen PCR-Test vorlegen. Auch Genesene brauchen einen PCR-Test. Schulpflichtige Kinder dürfen mit ausreichenden Testnachweisen im Land Urlaub machen, das bedeutet etwa drei Tests pro Woche. Kinder unter zwölf Jahren betreffen die Regeln nicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort bei 244,4. Deutschland hat Österreich von der Liste der Hochrisikogebiete inzwischen gestrichen.

Lesen Sie dazu: 1450 Euro Strafe bei Einreise – Teurer Schwung auf die Steinplatte?

Schweiz

Die Corona-Lage hat sich zuletzt auch hier deutlich verschärft. Nach rund 10.000 Fällen pro Tag Anfang Dezember sind es in der Schweiz heute fast doppelt so viele. Gemessen an der Zahl der Einwohner ist die Zahl etwa viereinhalbmal so hoch wie in Deutschland. Für die Einreise brauchen auch Geimpfte und Genesene einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest. Ungeimpfte müssen nach Einreise einen zweiten Test machen. Allerdings: Quarantänevorschriften gibt es nicht. Wintersport geht mit 3G, aber in Hütten, Restaurants und bei Kulturveranstaltungen gilt 2G, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Niederlande

Das Land betrachtet Deutschland als Hochrisikogebiet. Wer aus Deutschland einreisen will und älter als zwölf Jahre ist, muss entweder geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR- (nicht älter als 48 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorweisen. Seit etwa einer Woche gehen die Behörden vor Ort davon aus, dass die Omikron-Variante im Land dominant ist. Mindestens bis zum 14. Januar gilt ein harter Lockdown. Geschäfte, Gaststätten, Schulen, Kultur- und Sporteinrichtungen sind geschlossen. Ausnahmen gelten für Supermärkte oder Apotheken. Zu Hause darf man höchstens zwei Gäste empfangen, zu Silvester waren es höchstens vier. Auch draußen gilt, dass nur zwei Menschen zusammen sein dürfen.

Belgien

Nach Rekordwerten Ende November ging die Zahl der Infektionen zwar wieder zurück, die Corona-Regeln wurden in der Adventszeit trotzdem verschärft. Die Gastronomie muss um 23 Uhr schließen, Silvester gab es keine Ausnahme. Die Regierung empfiehlt, soziale Kontakte zu begrenzen. Zusammenkünfte in Innenräumen - außer in Privatwohnungen - sind weitgehend verboten. Kurz vor Silvester durften in Belgien Kinos, Konzerthallen und andere Kulturstätten wieder öffnen. Es sind aber maximal 200 Zuschauer erlaubt, das Tragen von Masken ist verpflichtend und ein Impfpass oder negativer Test muss meist vorgelegt werden.

Belgien vermeldete zuletzt rund 15.000 tägliche Neuinfektionen. Einreisende aus Deutschland müssen online ein Formular ausfüllen und vollständig geimpft oder genesen sein. Alternativ können sie einen negativen Test vorlegen und sich nach einer Woche erneut testen lassen.

Dänemark

Wer in Deutschlands nördliches Nachbarland einreisen will, muss vor der Einreise einen Corona-Test machen - unabhängig vom Impfstatus. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Die Zahl der Neuinfektionen ist wegen Omikron stark gestiegen, zuletzt meldete Dänemark die höchste Inzidenz in der EU - am Sonntag (2. Januar) lag die 7-Tage-Inzidenz bei 2.045. Kinos, Theater, Zoos und Vergnügungsparks sind ebenso geschlossen wie Discos. Nur Büchereien und Musikschulen dürfen öffnen. Bars und Restaurants müssen um 23 Uhr schließen, nachts darf kein Alkohol verkauft werden. In vielen Bereichen gelten Maskenpflicht und 3G-Regeln.

Frankreich

Die Corona-Zahlen steigen steil an, die Regierung spricht von einer „Flutwelle“. Das Land verzeichnet bei den Corona-Ansteckungen derzeit Rekordzahlen. Allein am vergangenen Freitag (31. Januar) wurden 232.200 neue Fälle verzeichnet. Staatschef Emmanuel Macron warnte in seiner am Freitag ausgestrahlten Neujahrsansprache mit Blick auf die Pandemie, die kommenden Wochen würden „schwierig“. Es gebe wegen der Corona-Impfungen aber auch „echte Gründe zu hoffen“. Weil Hoffnung aber nicht ausreicht, hat Frankreich nun erneut die geltenden Maßnahmen verschärft. Ab Montag (3. Januar) gilt so nun auch für Kinder ab sechs Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Gastronomie die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske.

Beim Besuch von Cafés und Restaurants, Kinos und anderen Veranstaltungen wird der „Passe Sanitaire“ benötigt. Dabei handelt es sich um einen digitalen Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests. In Bars und Restaurants müssen zudem alle Gäste einen Sitzplatz haben.

Auch für Reisen per Flugzeug oder Fernzug ist dieser 3G-Nachweis erforderlich. Menschen ab 65 Jahren, deren Immunisierung sieben Monate oder länger zurückliegt, benötigen für den „Passe Sanitaire“ eine Auffrischimpfung. Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, steht am Montag (3. Januar) im Abgeordnetenhaus in Paris ein Gesetzentwurf zur Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte zur Abstimmung. Die Annahme gilt als sicher. Voraussichtlich ab dem 15. Januar gilt demnach für Menschen über zwölf Jahren für diverse Freizeitaktivitäten und für den Zugang zu Restaurants, Bars, Messen und überregionalen öffentlichen Verkehrsmittel eine Corona-Impfpflicht. Ein negativer Test reicht dann nicht mehr aus.

Italien

Wer einreisen will, muss einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorzeigen. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Im ganzen Land gilt die Maskenpflicht auch im Freien. In Skiliften sowie im öffentlichen Nah- und Fernverkehr ist der Nachweis nötig, geimpft, negativ getestet oder genesen zu sein (3G). Ab dem 10. Januar 2022 gilt hier und in Hotels sowie auf Festen aber die 2G-Regel wie bisher schon in Restaurants, Museen oder Theatern; ein negativer Test reicht dann nicht aus. Die deutschen digitalen Impfzertifikate funktionieren. Zuletzt gingen die Corona-Zahlen stark nach oben. Seit Samstag (1. Januar) gilt Italien als Hochrisikogebiet.

Griechenland

Die Regierung hat wegen der rasanten Ausbreitung von Omikron zahlreiche Corona-Maßnahmen vorgezogen, die zuvor für den 3. Januar 2022 geplant waren. Alle Tavernen, Bars und Kneipen müssen um Mitternacht schließen. Gäste dürfen nicht stehen, sondern nur am Tisch bedient werden. Musik wird in diesen Lokalen verboten. Einzige Ausnahme galt in der Silvesternacht: Hier durften Tavernen und Clubs bis 2 Uhr aufbleiben. In allen öffentlichen Räumen bleibt es Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Reisende nach Griechenland müssen vor Reiseantritt unabhängig vom Impfstatus einen negativen Test vorzeigen.

Spanien

Trotz einer Impfquote von etwa 80 Prozent steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant. Deutschland stuft Spanien  wieder als Hochrisikogebiet ein. Reiserückkehrer, die weder geimpft noch genesen sind, müssen in Deutschland deshalb bis zu zehn Tage in Quarantäne. In Spanien dagegen wird die Isolationsdauer nach einer symptomfreien Infektion von zehn auf sieben Tage verkürzt. Geimpfte, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen sich gar nicht isolieren. Landesweit gilt eine Maskenpflicht im Freien. In neun von 17 Regionen gelten 3G-Regel, Sperrstunden oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen, in anderen - etwa in Madrid - gibt es kaum Restriktionen. Wer älter als zwölf ist, muss bei der Einreise geimpft, genesen oder getestet sein.

Portugal

Das Land hat eine der höchsten Impfquoten weltweit und trotzdem steigen auch hier die Infektionszahlen rapide. Deshalb gilt auch Portugal in Deutschland wieder als Hochrisikogebiet. Seit dem 1. Dezember gilt der Nationale Notstand mit strengeren Maßnahmen, wie etwa 3G für den Zugang zu Hotels, Restaurants und touristischen Anlagen. Zwischen dem 25. Dezember und dem 9. Januar bleiben neben Schulen auch Bars und Diskotheken geschlossen. Zu Silvester durften sich auch im Freien höchsten zehn Menschen versammeln, Alkohol war dabei untersagt. In öffentlichen Innenräumen gilt eine Maskenpflicht. Bei der Einreise müssen auch Geimpfte einen negativen Test vorlegen.

Großbritannien

In den Pub, die Oper oder sogar in die Disco? In England war das über Silvester kein Problem. Premier Boris Johnson hat angekündigt, die Corona-Regeln im größten Landesteil nicht zu verschärfen. Derzeit gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften sowie Theatern, Kinos und Museen - nicht aber in Kneipen und Restaurants. In Schottland, Wales und Nordirland gelten deutlich strengere Regeln. Wer einreisen will, muss vor Abflug einen negativen Test vorlegen. Auch Geimpfte und Kinder ab fünf Jahren müssen innerhalb der ersten beiden Tage nach Ankunft einen PCR-Test machen, der vorab online gekauft werden muss. Bis zum Ergebnis müssen sich Reisende selbst isolieren.

Tschechien

Aus Sorge vor der Omikron-Variante hat das Land die Einreisebestimmungen verschärft. Auch wer eine vollständige Grundimmunisierung hat, braucht für die Einreise ein negatives PCR-Testergebnis. Nur Geboosterte sind davon ausgenommen. In Hotels und Gaststätten sowie auf den Skipisten gilt die 2G-Regel. Deutschland stuft Tschechien als Hochrisikogebiet ein.

Polen

Auch Polen wird von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet eingestuft. Bei Einreise aus dem Schengenraum besteht eine zehntägige Quarantänepflicht. Ausgenommen sind vollständig Geimpfte, Genesene und Reisende mit aktuellem negativen Testergebnis. Clubs und Diskotheken sind eigentlich geschlossen, durften aber an Silvester ausnahmsweise unter bestimmten Auflagen öffnen. Die Skigebiete sind in Betrieb.

Türkei

Im Durchschnitt der letzten 7 Tage wurden 35.096 Neuinfektionen pro Tag erfasst - die Inzidenz lag bei 288,9. Für private Treffen gibt es keine offiziellen Regeln. An vielen öffentlichen Orten gilt weiterhin eine Maskenpflicht, etwa wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Reisende, die Flugzeuge oder Fernbusse und -züge im Inland nutzen, müssen einen Impfnachweis vorlegen. Gleiches gilt für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater- und Kinobesuche. Für die Einreise aus Deutschland ist ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich.

USA

Omikron ist hier bereit die dominante Virusvariante. Wer aus Europa einreisen will, braucht einen Negativ-Test, der einen Kalendertag vor der Abreise in die USA erfolgt sein darf. Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie in die USA fliegen dürfen. Für private Treffen gibt es keine landesweiten Beschränkungen. Das Tragen von Masken in Innenräumen ist nur in manchen Bundesstaaten vorgeschrieben. Restaurants, Kinos und Geschäfte sind in aller Regel geöffnet. Zuletzt mussten aber vor allem im Nordosten des Landes Gaststätten, Museen und andere Betriebe schließen, weil sich viele Mitarbeiter in Quarantäne befanden.

mz/dpa

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