Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In der zweiten Woche Grundwehrdienst 

„Es war ein Spaß“ - Soldat hält Kamerad in Kaserne bei Salzburg Sturmgewehr an den Kopf

In der Schwarzenberg-Kaserne hat sich der Vorfall Ende Januar 2021 abgespielt, der Angeklagte gestand, auf der Stube einen Kameraden mit einem Sturmgewehr „aus Spaß“ zu bedrohen.
+
In der Schwarzenberg-Kaserne hat sich der Vorfall Ende Januar 2021 abgespielt, der Angeklagte gestand, auf der Stube einen Kameraden mit einem Sturmgewehr „aus Spaß“ zu bedrohen.

Ein 24-jähriger Österreicher soll am 21. Januar 2021 in der Schwarzenberg-Kaserne zweimal nacheinander sein ungeladenes Sturmgewehr gegen den Kopf eines Kameraden gehalten haben, also den Lauf gegen den Kopf.

Wals-Siezenheim (Salzburg) - Beim Prozess am Landesgericht Salzburg gestand der gebürtige Bosnier, „es tut mir sehr leid, wir hatten einen langen Dienst von 6 bis 22 Uhr und da ist es dann leider passiert“. Der junge Mann, nach wie vor Grundwehrdiener, übernahm die Verantwortung und bedauerte den Vorfall, „aber das Gewehr war nicht geladen, also es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr“, auch wenn das Magazin angesteckt gewesen sei. In der Kaserne hätte niemand eine scharfe Wache, „außer die Wache“.

Der Verteidiger des Angeklagten berichtete, dass sein Mandant in der zweiten Woche der Grundausbildung mit der langen Dienstzeit von 6 bis 22 Uhr überstrapaziert gewesen sei, „es gab danach keine Ruhe, keinen Rückzugsort, die Nerven waren einfach sehr strapaziert“. Der Angeklagte habe sich beim Opfer bereits entschuldigt und werde das in der Verhandlung wieder tun, das Opfer erschien allerdings nicht.

Die Richterin nahm den Sachverhalt sehr ernst, „denn wir hören in letzter Zeit immer wieder von Unfällen beim Bundesheer beim Hantieren mit einer Waffe“, dennoch ließ sie sehr früh erkennen, dass sie sich eine Diversion, also einen außergerichtlichen Tatausgleich vorstellen könne.

Ein Zimmergenosse von Täter und Opfer meinte, für ihn hätte die Situation schon „eher nach einem Spaß ausgesehen“, dass die Waffe nicht geladen war „habe ich angenommen, wir waren in der zweiten Ausbildungswoche noch nicht am Schießstand“.

Die Einzelrichterin beschloss am Ende eine vorläufige Einstellung des Verfahrens und ordnete einen außergerichtlichen Tatausgleich an, die Staatsanwaltschaft sprach sich dagegen aus und kann gegen die Einstellung innerhalb von drei Werktagen berufen. 

hud

Kommentare