Damals waren zwei Mädchen verschwunden

Menschliche Knochen auf Vatikan-Grundstück: Ergebnisse sind da - Krimi nimmt 180-Grad-Wende

Der Entführungsfall Emanuela Orlandi hielt ganz Italien in Atem
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Der Entführungsfall Emanuela Orlandi hielt ganz Italien in Atem.

Kann nach 35 Jahren ein Kriminalfall aufgeklärt werden? Der Vatikan teilte mit, dass menschliche Knochen gefunden worden seien. Die Frage war: Gehören sie zu Emanuela Orlandi?

Update vom 24. November: Der Krimi um die beiden 1983 in Rom verschwundenen Mädchen, Emanuela Orlandi und Mirella Gregori, geht weiter. Wie die römische Tageszeitung „Il messaggero“ berichtet, gehören die gefundenen menschlichen Knochenteile nicht zu den Mädchen. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass die Knochen aus der Zeit vor 1964 stammen und zu einem Mann gehören.     


Die News vom 31. Oktober: Menschliche Knochenteile auf Vatikan-Grundstück entdeckt - 35 Jahre alter Fall vor Aufklärung?

Rom - Der Fund menschlicher Knochenteile auf einem Grundstück des Vatikans hat Hoffnungen genährt, Licht in zwei 35 Jahre alte Kriminalfälle zu bringen. Der Vatikan teilte am Dienstag mit, bei Restaurierungsarbeiten in einem Nebengebäude der diplomatischen Vertretung des Vatikans in Rom seien Teile menschlicher Knochen gefunden worden. Die Knochen werden jetzt von der Polizei untersucht.

Die Ermittler wollen vor allem herausfinden, ob die DNA zu zwei 1983 in Rom verschwundenen Mädchen, Emanuela Orlandi und Mirella Gregori, passt. Die 15-jährige Orlandi, Tochter eines Vatikanpolizisten, war am 22. Juni 1983 verschwunden und nie wieder aufgetaucht.


Eine Theorie lautet, dass sie von Mitgliedern einer Verbrecherorganisation entführt wurde, um Druck auf Vatikanverantwortliche auszuüben, geliehenes Geld zurückzuzahlen. Einer anderen Theorie zufolge wurde sie entführt, um eine Freilassung des Türken Mehmet Ali Agca zu erzwingen, der 1981 ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verübt hatte.

Mirella Gregori war 40 Tage vor Orlandi verschwunden. Die Ermittler schlossen damals nicht aus, dass beide Fälle zusammenhängen könnten.

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afp

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