Wetterdienst warnt vor Eisstürmen

Wetter-Notstand in USA: Noch Zehntausende Haushalte ohne Strom - Schlangestehen für Trinkwasser

An einer Verteilungsstelle in Texas wird Trinkwasser ausgegeben.
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An einer Verteilungsstelle in Texas wird Trinkwasser ausgegeben. Ein massiver Wintereinbruch hatte Ausfälle bei der Strom- und Wasserversorgung zur Folge.

Historischer Wintereinbruch in USA: Nach landesweiten Stromausfällen normalisiert sich die Lage langsam. Doch Strom noch immer gibt es Einschränkungen

Update vom 21. Februar 2021: Nach dem historischen Wintereinbruch im US-Bundesstaat Texas sind tausende Haushalte wieder an die vorübergehend unterbrochene Strom- und Trinkwasserversorgung angeschlossen worden. Der Betrieb habe sich wieder normalisiert und Einschränkungen beim Energieverbrauch seien nicht mehr nötig, erklärte der texanische Netzbetreiber Ercot am Samstag auf Twitter. Allerdings waren weiter mehr als 60.000 Haushalte ohne Strom.

Wetter-Ausnahmezustand in Texas: Schlangestehen für Trinkwasser

Einschränkungen blieben auch bei der Wasserversorgung bestehen. Die Stadt Houston rief die Bürger weiter dazu auf, Leitungswasser vor dem Trinken abzukochen. Mancherorts bildeten sich Schlangen vor Kirchen oder Parkplätzen, wo Trinkwasser verteilt wurde.

Die arktische Kälte in weiten Teilen der USA hatte vor allem den warme Temperaturen gewohnten Bundesstaat Texas hart getroffen - mit chaotischen Konsequenzen. Die Stromversorgung brach zusammen, weil die Nachfrage zum Heizen massiv anstieg und es zugleich Probleme bei der Energieproduktion gab, unter anderem wegen eingefrorener Pipelines. Der Energiestaat Texas - mit Abstand der größte Erdöl- und Gasförderer der USA - hat zudem als nahezu einziger Bundesstaat ein eigenes, vom Rest des Landes abgekoppeltes Stromnetz. Landesweit kamen durch die Kältewelle laut Medienberichten mindestens 40 Menschen ums Leben.

Wetter-Notstand in USA: Millionen Haushalte in Texas ohne Strom

Update vom 16. Februar 2021: Arktische Kälte hat weite Teile der Vereinigten Staaten im Griff. Im Bundesstaat Texas waren am Montag mehr als 2,7 Millionen Menschen ohne Strom, wie es auf der Website Poweroutage.us hieß. Gouverneur Greg Abbot erklärte wegen des Wintersturms den Notstand und appellierte an alle Texaner, wegen des „extrem rauen Wetters“ vorsichtig zu sein.

Der Nationale Wetterdienst (NWS) sprach von einem "noch nie dagewesenen und weitreichenden, gefährlichen Winterwetter" von einer Küste zur anderen. Derzeit gelten bereits für über 150 Millionen US-Bürger Warnungen vor Schnee- und Eisstürmen. Landesweit mussten hunderte Flüge gestrichen werden.

Außer in Texas wurde der Notstand auch in Alabama, Oregon, Oklahoma, Kansas, Kentucky und Mississippi verhängt. In Oregon waren 300.000 Haushalte ohne Strom.

In der texanischen Metropole Houston fielen die Temperaturen auf minus 9 Grad Celsius. „Wir sind heute Früh aufgewacht und alle Rohre waren zugefroren und wir hatten kein Wasser im Haus“, sagte Burke Nixon aus Houston der Nachrichtenagentur AFP.

Der südliche Bundesstaat ist kein eisiges Winterwetter gewöhnt, der Schneesturm führte in Teilen des Landes zu Chaos. Der Schnee sei zwar schön anzuschauen, „aber gleichzeitig sehr gefährlich, weil die Leute nicht wissen, wie sie darauf fahren sollen“, sagte Michael, ein Bewohner der Stadt. Viele Autofahrer führen zu schnell.

Viele US-Bürger leiden bereits seit Tagen unter Schnee und Kälte, nur Teile des Südostens und Südwestens blieben verschont.

Wetter-Notstand in den USA: Extreme Kälte und massiver Schneefall

Erstmeldung vom 16. Februar 2021: Houston - Der Winter hat nicht nur Deutschland in diesen Tagen fest im Griff. In den USA sind die Folgen des ungewöhnlich kalten Winterwetters noch heftiger zu spüren. Anhaltende Kaltluft aus der Arktis dürfte weiten Teilen des Landes in dieser Woche neue Kälterekorde bescheren. Warnungen vor Winter- und Eisstürmen* würden derzeit bereits für über 150 Millionen US-Bürger gelten, erklärte der Wetterdienst am Montag.

Wetter-Notstand in USA: Mindestens sieben Bundesstaaten droht Rekordkälte

Laut CNN haben mindestens sieben Bundesstaaten bereits den Wetter-Notstand ausgerufen, darunter Texas, Oklahoma und Kansas. In einigen Gebieten dort dürften die Temperaturen 25 Grad unter den sonst in der Jahreszeit üblichen Messwerten liegen.

Winter-Chaos in Texas: Hundertausende ohne Strom

In Texas etwa mussten bereits Hunderttausende Menschen zeitweise ohne Strom auskommen. Damit fiel für viele Texaner in Häusern und Wohnungen auch ihre zumeist elektrische Heizung aus - und das bei Temperaturen um Minus 10 Grad. Die Netzagentur des Bundesstaats kündigte am Montagmorgen (Ortszeit) rotierende Abschaltungen von Teilen des Netzes, um einen kompletten Zusammenbruch der Versorgung zu verhindern.

Zunächst wurden etwa 10.500 Megawatt vom Netz genommen, was dem Verbrauch von rund zwei Millionen Haushalten entspricht, wie die Agentur ERCOT erklärte. Die Webseite poweroutage.us, die Stromausfälle verfolgt, sprach sogar von mehr als zwei Millionen Kunden in Texas ohne Strom. US-Präsident Joe Biden hatte am Sonntagabend (Ortszeit) wegen des ungewöhnlichen Winterwetters eine Notstandserklärung für den Bundesstaat an der Grenze zu Mexiko genehmigt. Dadurch kann unter anderem zusätzliche Hilfe der Katastrophenschutzbehörde Fema mobilisiert werden.

Wetter-Warnung: „Beispielloser Wintersturm“ in Dallas

In der texanischen Metropole Dallas etwa wachten die Menschen am Montag zu Temperaturen von etwa minus 13 Grad Celsius auf. In weiten Teilen des Bundesstaats mussten die Anwohner mit Schnee und Eis zurechtkommen. Gouverneur Greg Abbott hatte zuvor gewarnt, der nahende „Wintersturm“ sei in seiner Stärke „beispiellos“ in der Geschichte des Bundesstaats. Er forderte alle Menschen auf, ihre Häuser nach Möglichkeit nicht zu verlassen, um Unfälle zu vermeiden.

Im südlichen US-Bundesstaat Texas waren wegen ungewöhnlich kalten Winterwetters Hunderttausende Menschen ohne Strom.

Die ausgedehnte Kältefront hat auch schon Kanada und Teile Nordmexikos erreicht. Auch viele US-Bürger leiden bereits seit Tagen unter Schnee und Kälte, nur Teile des Südostens und Südwestens blieben verschont. Am wärmsten wird es laut Wetterdienst in Florida bleiben mit Temperaturen um die 27 Grad Celsius und Ausreißern nach oben, die über dem Normalwert für diese Jahreszeit liegen. (va/dpa/AFP) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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