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Ukraine-Krieg

Arnold Schwarzenegger legt sich mit Putin an: Jetzt reagiert Russland

Mit einem emotionalen Aufruf an das russische Volk prangert der Arnold Schwarzenegger Lügen hinter dem Ukraine-Krieg an. Nun schlagen russische Staatsmedien zurück.

Update vom Dienstag, 22.03.2022, 16.10 Uhr: Mit dem Ziel, Aufsehen zu erregen und der russischen Bevölkerung die Situation in der Ukraine abseits von russischer Propaganda darzustellen, hatte der US-Schauspieler und -Politiker Arnold Schwarzenegger Ende vergangener Woche ein Video auf zahlreichen Social-Media-Plattformen, darunter Twitter, Telegram und YouTube, veröffentlicht. Nun haben die russischen Staatsmedien darauf geantwortet und Schwarzenegger seinerseits als Lügner dargestellt.

So berichtet das US-Nachrichtenportal Daily Beast etwa von der Kritik des russischen Fernseh-Moderators Vadim Gigin, der Schwarzenegger in einer Fernsehsendung am Sonntag (20.03.2022) als Gesicht „des amerikanischen Imperialismus und Kolonialismus“ bezeichnet hatte. Als jemand, der in Kalifornien lebe, wolle er der russischen Bevölkerung erklären, was in ihrem eigenen Land vor sich ginge, warf Gigin Schwarzenegger vor und kritisierte den gebürtigen Österreicher obendrein für dessen Besuche bei US-Soldaten im Irak: „Schwarzenegger ist zweimal zu den US-Truppen im Irak gereist, aber hat nie versucht, der irakischen Bevölkerung zu erklären, warum man sie zerstört”

Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger hat auf Twitter, Telegram und Youtube ein emotionales Video an die Russinnen und Russen veröffentlicht.

Nach emotionalem Schwarzenegger-Video zur Ukraine-Krise: Auch Sportlerin übt öffentliche Kritik

Ähnlich kritisch äußert sich auch die russische Gewichtheberin Maryana Naumowa, die sich in einem Video, das dem Schwarzeneggers nachempfunden war, direkt an den „Terminator“-Darsteller wandte. Sie erinnert sich wie sie 2015 als 15-Jährige bei einem unter Schwarzeneggers Namen ausgerichteten Event einen neuen Altersrekord im Powerlifting aufstellte, zu dem der Hollywood-Star persönlich gratulierte. Dabei, erzählt sie, hätte sie ihm Fotos und Briefe von Kindern aus dem Donbass überreicht, die ihr Idol um Schutz vor Angriffen durch die Ukraine bitten. Die Briefe hätte sie zuvor bei einem Treffen mit den Kindern erhalten und selbst übersetzt.

Schwarzenegger hätte daraufhin versprochen sich zu kümmern und die Briefe dann einem Mitarbeiter überreicht. Statt wie versprochen zu helfen, verbreite er nun Informationen, die „auf irgendeiner anderen erfunden Realität“ basierten, wirft Naumowa ihm nun in dem Video vor. Auch sie beklagt, dass er in Kalifornien nicht einschätzen könne was Tausende Kilometer entfernt passiert und ruft Schwarzenegger auf als „mutiger Mann“ in die Region zu kommen, um die Wahrheit mit eigenen Augen zu sehen. Im Irak sei er schließlich auch gewesen.

Ukraine-Krieg: Schwarzeneggers Appell an Russland – „Schreckliche Dinge, von denen ihr wissen solltet“

Erstmeldung vom Freitag, 18.03.2022, 12.14 Uhr: Los Angeles/Moskau – Wochen nach dem Kriegsbeginn im Ukraine-Konflikt überwiegen in Russland Fehlinformationen und Zensur. Unabhängige und regimekritische Nachrichtenkanäle sind verboten, der Zugriff zu etlichen Inhalten, etwa auf den sozialen Medien für Russinnen und Russen eingestellt. Bundesaußenministerin Annalena Bearbock sprach von „Monaten des Lügens und Drohens“ seitens Russlands*. Menschen, die gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auf die Straße gehen und lautstark auf Kriegsverbrechen aufmerksam machen, werden festgenommen. Um mit Informationen zur russischen Bevölkerung durchzudringen, braucht es kreative Maßnahmen.

Versuche wie die von Hollywood-Star und US-Politiker Arnold Schwarzenegger, der am Donnerstag (17.03.2022) auf etlichen Kanälen – beispielsweise Twitter, Telegram und Youtube – ein Video hochlud. In diesem richtet er sich direkt an die Bürgerinnen und Bürger in Russland „weil es Dinge in der Welt gibt, die euch vorenthalten werden – schreckliche Dinge, von denen ihr wissen solltet“.

Ukraine-Krieg: Schwarzenegger vergleicht das Grauen des Kriegs mit dem Zweiten Weltkrieg

In seiner Ansprache erinnert sich Schwarzenegger an seine eigenen Erfahrungen in Russland, an Filmdrehs, Treffen mit russischen Fans und an den Tag als ihn als 14-Jähriger der russische Gewichtheber Juri Petrowitsch Wlassow zu seiner späteren Karriere als Bodybuilder inspirierte. „Seit ich 14 bin, fühle ich Zuneigung und Respekt für die Menschen in Russland“, sagt Schwarzenegger in dem Video, und darum hoffe er, dass ihm die Menschen zuhören, ihn „die Wahrheit erzählen lassen“ werden.

Dann vergleicht er die Geschehnisse in der Ukraine mit dem Putschversuch extremer Fans des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar 2021 in den USA und mit den Verbrechen der Nazis im Zweiten Weltkrieg. Dabei werden immer wieder Aufnahmen eingeblendet, die seine Informationen untermauern. Den Hauptgrund für den russischen „Einsatz“ in der Ukraine, das Land von Nazis zu befreien, nennt Schwarzenegger „nicht wahr“ und betont, dass die Ukraine den Krieg nicht begonnen hat.

Ukraine-Krieg: Schwarzenegger ruft zu Kampf gegen Propaganda in Russland auf

Schuld an dem Krieg seien einzig die Machthaber im Kreml, erklärt Schwarzenegger weiter und betont, dass zahlreiche Staaten der Vereinten Nationen sich gegen den Aggressor Russland gestellt hätten. „Nur vier Länder in der Welt stehen auf der Seite von Russland“, sagt der 74-Jährige. Danach erzählt er von Millionen ukrainischer Geflüchteter, die ihre Heimat verlassen mussten* und von gefallenen und desillusionierten russischen Soldaten, von denen inzwischen einige verstanden hätten, dass die Gründe für den Krieg nur vorgeschoben waren.

„Ich weiß, dass sich das russische Volk nicht darüber bewusst ist, dass solche Dinge geschehen. Deshalb fordere ich die russische Bevölkerung und die russischen Soldaten in der Ukraine auf, die Propaganda und die Desinformation zu durchschauen, die man erzählt“, sagte Schwarzenegger. „Ich bitte Sie, mir zu helfen, die Wahrheit zu verbreiten. Informieren Sie Ihre russischen Mitmenschen über die humanitäre Katastrophe, die sich in der Ukraine abspielt.“ All jene, die in Russland gegen den Krieg demonstrierten, seien Schwarzeneggers „neue Helden“. Zum Schluss wandte sich Schwarzenegger dann direkt an den russischen Machthaber Wladimir Putin: „Sie haben diesen Krieg begonnen. Sie führen diesen Krieg. Sie können diesen Krieg stoppen.“ (ska mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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