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Nun lernt er Befehle auf Ukrainisch

Russischer Kriegshund wechselt die Seiten, nachdem er von ukrainischen Soldaten gerettet wurde

Suchhund Max mit ukrainischen Soldaten
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Der russische Suchhund Max kämpft nun Seite an Seite mit ukrainischen Soldaten.

Von den eigenen Männern zurückgelassen, vom Feind wieder gesund gepflegt: Suchhund Max hat im Ukraine-Krieg die Seiten gewechselt.

Kiew - Im wahren Leben tragen Helden keine Capes oder haben Superkräfte - sie kommen auf vier Beinen daher. Der Belgische Schäferhund Max ist extrem gut ausgebildet. Im Krieg zwischen der Ukraine und Russland sollte er eine russische Spezialeinheit bei ihrem Angriff im Gebiet Oblast Mykolajiw im Süden der Ukraine unterstützen.

Doch die ukrainischen Kämpfer schlugen die Gegner zurück. Die russischen Soldaten mussten sich zurückziehen. Hund Max ließen die Männer verletzt zurück. Ausgerechnet die Männer, denen der Vierbeiner zuvor als Feind gegenüberstand, retteten ihn.

Auf dem Schlachtfeld zurückgelassen: Schäferhund Max wird von ukrainischer Familie gerettet

Nachdem er zurückgelassen wurde, irrte der arme Hund durch die Straßen. Eine Familie nahm sich seiner an. „Wir sind der Familie dankbar, dass sie Max aufgenommen und ihn uns übergeben haben“, schreibt die Garde zu einem Facebookpost. Denn für den reinrassigen Belgischen Schäferhund hätte die Familie gutes Geld bekommen können. Viele Familien fliehen unterdessen aus dem Kriegsgebiet. Das Gut Aiderbichl in Österreich hat eine ukrainische Familie samt 35 Hunden und acht Katzen aufgenommen.

Der Belgische Schäferhund Max unterstützt nun das 19. Regiment in Mykolajiw im Kampf gegen die russischen Truppen.

Den ukrainischen Soldaten fiel sofort das Halsband auf, das Max trug. Es wies ihn als Suchhund einer russischen Spezialeinheit aus. Könnte er seine Fähigkeiten auch für die ukrainischen Truppen einsetzen? Sie päppelten den Schäferhund auf, bis er wieder bei voller Gesundheit war. Und siehe da: Max steht nun auf der Seite der ukrainischen Kämpfer. „Ab sofort hat die Nationalgarde Mykolaiv einen Trophäenhund mit dem Spitznamen „Max““, schreibt die Kampfeinheit auf Facebook und teilt Fotos des Hundes.

Russischer Suchhund Max kämpft jetzt für die Ukraine

Der Hundeführer, dem Max zugewiesen wurde, schätzt den Hund auf etwa drei Jahre. „Er kann alle grundlegenden Befehle. Bisher versteht er die Befehle nur in der Sprache der Besatzer, aber der Unterricht in ukrainischer Sprache hat bereits begonnen“, schreibt der Mann auf Facebook. Dem ukrainischen Medium „Euromaidan Press“ gegenüber sagten die Soldaten scherzhaft, Max verstehe inzwischen so gut ukrainisch, dass er sich problemlos mit dem ukrainischen Minensuchhund Patron verständigen könne. Auch Patron ist in der Ukraine ein Held. Der Bombenspürhund rettet täglich Leben in der Ukraine.

„Von nun an wird Max auf der richtigen Seite dienen, die Ukraine beschützen und an russischen knabbern“, sagte auch ein anderer Soldat namens Dmitry.

Unterdessen reißt der Strom der Ukraine-Flüchtlinge nicht ab. Auch in Baden-Württemberg kommen täglich Menschen aus der Ukraine an. Nicht selten haben sie auch ihre Haustiere dabei. Auch Kommunen sollen dabei helfen, die Tiere aus der Ukraine zu versorgen und unterzubringen.