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Tsunami-Warnsystem im Indischen Ozean getestet

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Der verwüstete Strand bei dem Ort Lalomanu an der Südküste Samoas nach dem Tsunami.

Bangkok - Fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in Asien haben am Mittwoch 18 Anrainer des Indischen Ozeans an dem ersten umfassenden Test eines Warnsystems teilgenommen.

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Mindestens 120 Tote nach Tsunami im Südpazifik

In der indonesischen Provinz Aceh heulten Sirenen und wurden Dörfer evakuiert, auch in Birma und Sri Lanka fanden Übungen statt, bei denen Einwohner von Küstendörfern schnellstmöglich höhergelegene Gebiete aufsuchen sollten.

Die Übung wurde von der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als “Exercise Indian Ocean Wave 09“ koordiniert.

In anderen Staaten wie Thailand und Australien gab es keine Evakuierungen; die Behörden reagierten aber auf die vom Pazifischen Warnzentrum verschickten Alarme und Warnmeldungen. Keine dieser Warnungen wurde in Australien an die Öffentlichkeit weitergegeben, sagte ein Mitarbeiter des Meteorologischen Amtes, Ray Canterford.

Bilder: Der Tsunami im Südpazifik

Tsunami im Südpazifik

Ein heftiger Tsunami mit fünf teils meterhohen Wellen hat auf den Samoa-Inseln in der Südsee verheerende Verwüstungen angerichtet. © dpa
Nach Berichten aus der Region kamen mindestens 120 Menschen ums Leben. © AP
Die Grafik zeigt den Ursprung des Seebebens im Pazifik. Das Beben löste den Tsunami aus. © dpa
Die Flutwelle hat auch diesen Laden auf Samoa verwüstet. © AP
Neben dem früheren Westsamoa ist auch die Schwester-Insel Amerikanisch-Samoa rund 80 Kilometer weiter östlich schwer getroffen worden. © AP
Diese Särge wurden auf einem Friedhof in Amerikanisch-Samoa von der Flutwelle aus der Erde getrieben. © AP
Der Gouverneur von amerkanisch Samoa Togiola Tulafono. © ap
Bei einem Tsunami im Südpazifik sind mindestens 120 Menschen gestorben. © ap
Bei einem Tsunami im Südpazifik sind mindestens 120 Menschen gestorben. © ap
Ein Mitarbeiter des Tsunami-Warnungs-Zentrums in Ewa Beach in Hawai beobachtet die Auswertungen des Erdbebens. © ap
Die Menschen im Südpazifik sind vor einem Tsunami in höher gelegene Gegenden geflüchtet. © ap
Bei einem Tsunami im Südpazifik sind mindestens 120 Menschen gestorben. © ap
Ein Computer zeichnet die Wellenaktivität und -stärke auf. © ap
Das Tsunami-Warnungs-Zentrum in Ewa Beach in Hawai. © ap
Die Wellen haben alles mit sich gerissen. © ap
Die Häuser in Leone, in Amerikanisch Samoa, sind wie Pappe zusammengebrochen. © dpa
Bilder der Verwüstung sieht man auch in der Stadt Pago. © dpa
Der Tsunami wurde durch ein Erdbeben der Stärke 8,0 ausgelöst. © dpa
Schutt und Erdmassen wurden durch den Tsunami vor eine Kirche in Leone geschwemmt. © ap
Wo man hinsieht nur Schutt und Trümmer. © ap

Die erste umfassende Erprobung des Warnsystems kommt zwei Wochen, nachdem ein von einem Seebeben ausgelöster Tsunami die pazifischen Samoa-Inseln und Tonga traf. 183 Menschen kamen in der Riesenwelle ums Leben. Der im Dezember 2004 von einem Beben der Stärke 9,2 ausgelöste Tsunami riss mehr als 230.000 Menschen in den Tod. Ganze Küstenstriche wurden ausgelöscht. Es war eine der größten Naturkatastrophe der Moderne, und in Aceh weckte der Alarm schlimme Erinnerungen: “Wozu ist das gut“, sagte in einem indonesischen Dorf die 58-jährige Hamiyah. “Meine Brust zieht sich zusammen und ich zittere.“ Sie verlor in dem Tsunami vier Kinder und vier Enkel.

Nicht überall funktionierte die Alarmierung. In dem srilankischen Dorf Godawaya fiel die Sirene aus. Fischer, die wegen der Übung nicht zum Fang ausgefahren waren, brachen nach mehrstündigem Warten zur Arbeit auf. Danach besetzten Katastrophenschutzmitarbeiter den Sirenenturm und riefen über Lautsprecher dazu auf, wegen einer Tsunami-Gefahr höheres Gelände aufzusuchen. Ein Militärsprecher bezeichnete die Übung trotzdem als Erfolg: Man habe nach dem Ausfall der Sirene eine alternative Warnmethode gefunden und angewendet, sagte Feldwebel Nandana.

ap

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