Tote bei Anschlag nahe indischer Botschaft in Kabul

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Vier Menschen sind bei einem Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul getötet worden, 67 wurden verletzt.

Kabul - Eineinviertel Jahre nach dem verheerenden Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul hat ein Selbstmordattentäter nahe der diplomatischen Vertretung mehrere Menschen mit in den Tod gerissen.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, bei dem Anschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt seien mindestens vier Menschen getötet und 67 weitere verletzt worden. Der indische Botschafter in Afghanistan, Jayant Prasad, sagte dem Nachrichtensender NDTV, neun Menschen seien getötet worden. Alle indischen Mitarbeiter seien aber in Sicherheit. Unklar blieb zunächst, ob die Botschaft das Ziel des Anschlags war.

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In der Nähe liegt auch das afghanische Innenministerium. Aus der indischen Botschaft hieß es, Fenster der Botschaft und eine Mauer seien zerstört worden. Im Juli vergangenen Jahres waren bei einem Selbstmordanschlag auf die indische Botschaft mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter zwei indische Diplomaten. Indien hat keine Truppen in Afghanistan, engagiert sich aber massiv beim zivilen Wiederaufbau. Das Engagement sorgt beim indischen Erzrivalen Pakistan für Unmut.

Für den Anschlag auf die indische Botschaft im vergangenen Jahr hatte Indien den pakistanischen Geheimdienst ISI mitverantwortlich gemacht. Pakistan hatte das zurückgewiesen. Aus der Polizei hieß es, der Attentäter am Donnerstag habe sich in einem Geländewagen in die Luft gesprengt. Fernsehbilder vom Anschlagsort am Donnerstag zeigten Trümmer und ausgebrannte Autowracks. Zu sehen war, wie Opfer abtransportiert wurden. Bis kurz vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan am 20. August war es den Sicherheitskräften in Kabul ein halbes Jahr lang gelungen, alle größeren Anschläge zu verhindern. In den vergangenen knapp zwei Monaten kam es aber wieder zu mehreren verheerenden Selbstmordanschlägen in der afghanischen Hauptstadt.

dpa

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