Tirol rüstet sich für künftige Bärenbesuche

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Innsbruck - Tirol rüstet sich! Jederzeit wird damit gerechnet, dass der als auffällig geltende Bär "M13" zurück ins Land kommt. Deswegen gibt es ab sofort eine "Bärenwacht".

Bereits seit vergangenem Wochenende hält sich der mit einem Sender versehene Braunbär M 13 nicht mehr in Tirol, sondern in Graubünden auf. Dort wurde er am Montagabend von einem Zug der Rhätischen Bahn erfasst, dürfte aber keine schwereren Verletzungen davongetragen haben. Eine Rückkehr des als „auffällig“ geltenden M 13 nach Tirol und ein längerer Aufenthalt im Land ist damit jederzeit möglich. Darauf hat Tirol nun reagiert.

Künftig stehen drei Zweierteams zur Verfügung, die bei Bedarf so genannte Vergrämungsmaßnahmen durchführen können. Bisher waren dazu lediglich zwei Personen befugt. Kommt ein auffälliger Bär dem Siedlungsgebiet zu nahe, wird er mittels Knallkörpern oder Gummigeschossen vergrämt. Damit will man dem Bären zeigen, dass es sich nicht lohnt, sich in der Nähe von menschlichen Siedlungen aufzuhalten und dort Futter zu suchen.

Die drei Vergrämungsteams bestehen jeweils aus einem Sachverständigen des Bärenmanagements und einer ortskundigen Person. „Damit ist es uns möglich, die Vergrämungsmaßnahmen effizient und wenn notwendig über einen längeren Zeitraum durchzuführen“, erklärt Martin Janovsky, Bärenbeauftragter des Landes Tirol. Sinn der Vergrämungsmaßnahmen ist es, den Bären wieder scheu zu machen und ihn zu lehren, Abstand vom Siedlungsgebiet zu halten.

Chronologie: M 12 und M 13 in Spiss, Nauders, Pfunds

  • In der Nacht vom 8. auf 9. April (Ostersonntag auf Ostermontag) wird ein Braunbär auf einer Skipiste in Nauders gesehen. Ein Schneemobil wird demoliert. Beim betreffenden Bären handelt es sich um ein junges Männchen mit der Bezeichnung M 12, der keinen Sender trägt.
  • In der Nacht von 14. auf 15. April überschreitet der mit einem Sender versehene Bär M 13 (aus dem gleichen Wurf wie M 12) die Grenze von Graubünden nach Tirol.
  • Am 16. April werden Bienenstöcke und Bienenhäuser von zwei Imkern geplündert.
  • In weiterer Folge hält sich M 13 im Grenzgebiet von Tirol und Graubünden auf.
  • Am 24. April werden die beiden Bären M 12 und M 13 erstmals gemeinsam gesehen. Zwischen 23. und 25. April werden im Siedlungsgebiet zwei Komposthäufen durchstöbert.
  • In der Nacht von 24. auf den 25. April wird M 13 mittels Knallkörpern erfolgreich vergrämt.
  • In der Nacht vom 27. auf den 28. April überschreitet M 13 neuerlich die Grenze in Richtung Graubünden, wo er sich derzeit immer noch aufhält. Am 30. April kam es im Unterengadin zu einer Kollision zwischen M 13 und einem Zug der Rhätischen Bahn.

    Landesvideo „Auf den Spuren des Bären“ unter www.tirol.gv.at/video

Pressemitteilung Amt der Tiroler Landesregierung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser