"Stavanger"-Crew abgeschirmt im Strandhotel

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Die Hansa Stavanger war monatelang in der Hand von Piraten.

Mombasa - Die Crew der “Hansa Stavanger“ hat nach ihrem viermonatigen Martyrium in der Hand somalischer Piraten die erste Nacht in einem Strandhotel in Kenia verbracht.

Dort sollen sich die Besatzungsmitglieder nach Angaben der Deutschen Botschaft in Kenia abgeschirmt von Medienvertretern von den Strapazen der Geiselhaft erholen. Angeblich wollen die fünf Deutschen und ihre 19 Kollegen aus anderen Ländern an diesem Montag in ihre Heimat zurückfliegen.

Zahlreiche Seeleute hatten nach Angaben von Torsten Ites, des Kommandanten der Fregatte “Brandenburg“, nach ihrer Ankunft im sicheren Hafen von Mombasa (Kenia) Zahnbeschwerden. Die Hälfte der Crew sei deshalb von einem Zahnarzt behandelt worden. “Die meisten Besatzungsmitglieder mussten (während der Geiselhaft) auf der Brücke schlafen (...) und konnten sich vier Monate lang nicht die Zähne putzen“, sagte Ites. “Die Piraten haben ihnen Zahnpasta und Zahnbürsten weggenommen. Sie haben alles gestohlen.“

Die “Hansa Stavanger“ war am 4. April rund 400 Seemeilen vor der Küste Somalias von Seeräubern überfallen und gekapert worden. Am vergangenen Montag wurde sie gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigegeben. Das Schiff traf am Samstag im Hafen von Mombasa (Kenia) ein.

dpa

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