Geldspielautomaten besonders gefährlich

So viele Deutsche sind spielsüchtig

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Insgesamt ist die Teilnahme an Glückspielen in Deutschland rückläufig. Für Geldspielautomaten gilt das aber nicht. 

Berlin - Schätzungsweise 438.000 Menschen in Deutschland sind krankhaft spielsüchtig, ein besonders problematischer Fall bleiben laut Studie die Geldspielautomaten.

Das geht aus einer neuen Studie zum Glückspielverhalten hervor, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) am Donnerstag in Berlin vorstellten. Vor allem junge Männer zwischen 18 und 20 Jahren zeigen ein mindestens problematisches Spielverhalten, das heißt, das Spiel ist für sie längst mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Insgesamt ist die Teilnahme an Glückspielen in Deutschland - ausgenommen die Geldspielautomaten - aber rückläufig.

Die Studie wurde seit 2007 das vierte Mal erhoben. Forsa befragte dazu zwischen April und Juni vergangenen Jahres rund 11.500 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren.

Bei der Vorgängerstudie 2011 galten insgesamt rund 265.000 Menschen als pathologische, also krankhafte Glücksspieler. 2013 wurden bei den Telefoninterviews erstmals Bundesbürger sowohl über das Festnetz als auch über Mobiltelefone befragt. Aufgrund dieser methodischen Änderung sei die neu ermittelte Zahl von rund 438.000 krankhaften Glücksspielern auch nicht mit einem Anstieg gleichzusetzen, erklärte die BZgA.

Knapp vier Fünftel der Bundesbürger (78,8 Prozent) haben demnach bereits irgendwann in ihrem Leben schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen. Rund 40 Prozent hatten in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal gezockt. Das ist ein Rückgang um insgesamt mehr als zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 2011. Weniger gezockt wurde nicht nur beim beliebten Lotto "6 aus 49", sondern auch bei den Klassenlotterien, bei der Glücksspirale und bei Toto.

Geldspielautomaten: Vor allem junge Männer betroffen

Ein besonders problematischer Fall bleiben laut Studie allerdings die Geldspielautomaten: Entgegen dem Trend gab es eine Zunahme beim Automatenspiel. Betroffen sind demnach vor allem junge Männer zwischen 18 und 20 Jahren, deren Spielquote sich im Vergleich zu 2007 auf 23,5 Prozent vervierfacht hat. Die 21- bis 25-jährigen Männer zockten 2013 wiederum doppelt so häufig an Spielautomaten wie sechs Jahre zuvor.

Männer setzen auch häufig höhere Geldbeträge ein als Frauen. Insgesamt gaben 4,2 Prozent der Befragten an, monatlich zwischen 50 und 100 Euro für Glücksspiele auszugeben. 14,8 Prozent verzocken jeden Monat immerhin bis zu 50 Euro und knapp jeder sechste verspielt bis zu zehn Euro.

AFP

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