Spanische Weihnachtslotterie verteilt zwei Milliarden

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Die spanische Weihnachtslotterie verteilt mehr als zwei Milliarden Euro.

Madrid - Bei der spanischen Weihnachtslotterie “El Gordo“, dem größten Glücksspiel der Welt, sind in diesem Jahr insgesamt 2,3 Milliarden Euro an die glücklichen Gewinner verteilt worden.

Der Hauptpreis ging an Glückspilze mit der Losnummer 78294. Jeder der 1.950 Gewinner bekommt rund 300.000 Euro. Gezogen wurden die Nummern am Dienstag von Kindern der Schule Saint Ildefonso in Madrid. Kleinere Preise in der “El Gordo“ (Der Fette) genannten Lotterie, die jedes Jahr am 22. Dezember stattfindet, gingen an Tausende weitere Gewinner. Die Gewinnlose wurden in einem Lottogeschäft in der Madrider Innenstadt verkauft. Insgesamt wurden Lose für 2,7 Milliarden Euro unters Volk gebracht, ein Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Lottogesellschaft weiter mitteilte.

Statt eines ungeheuer großen Hauptgewinns will die Lotterie möglichst vielen Mitspielern zumindest einen kleinen Gewinn verschaffen. “El Gordo“ hat eine fast 200 Jahre alte Tradition und markiert jeweils am 22. Dezember den Beginn der Weihnachtsferien. Jedes Jahr verfolgen Millionen Spanier im Fernsehen oder Radio gespannt die Lottoziehung, die rund vier Stunden dauert und live übertragen wird. Dabei ziehen Kinder aus zwei goldenen Behältern je eine kleine hölzerne Kugel: Die eine enthält die fünfstellige Glückszahl zwischen 00001 und 85000, die andere informiert über die Höhe der Gewinnsumme.

Beide Zahlen werden von einem Kinderchor singend bekanntgegeben. Jede der fünfstelligen Nummern erscheint auf 1.950 Losen, sogenannten “Décimos“. Die meisten Menschen kaufen solch ein Standardlos zum Preis von 20 Euro, viele Menschen schließen sich aber auch zusammen und kaufen Anteile mehrerer Décimos. 70 Prozent der Lotterieeinnahmen werden ausgeschüttet, 30 Prozent gehen an den Staat. Wer bei “El Gordo“ nicht zum Zuge gekommen ist, kann noch auf den 6. Januar hoffen. Am Dreikönigsfest (Epiphanias) findet die Lotterie “El Nino“ (“das Kind“) statt. Der Name bezieht sich auf das Jesuskind.

AP

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